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    Belgien: Keine Terroristen unter 20.000 Flüchtlingen – Medien

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    Die Föderale Polizei, der Staatssicherheitsdienst und der Militärnachrichtendienst Belgiens haben unter 20.840 Flüchtlingen, die seit September 2015 einer Sonderüberprüfung untergezogen wurden, keine Terroristen festgestellt. Dies teilt am Donnerstag die Zeitung „Soir“ mit.

    „Das Ergebnis der durchgeführten Überprüfung: Es gibt kein einziges Signal in Bezug auf Terrorverdacht oder Terrorverbindungen“, schreibt das Blatt.

    Europa durchlebt zurzeit die schwerste Migrationskrise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie wurde vor allem durch etliche bewaffnete Konflikte und Wirtschaftsprobleme im Nahen Osten und in Nordafrika ausgelöst. Wie die Internationale Migrationsbehörde (IOM) Ende Juli mitteilte, sind seit Jahresanfang 2016 immer noch mehr als 240.000 Flüchtlinge über das Mittelmeer nach Europa gekommen. Im Vorjahr waren es weit über eine Million. Dabei ertrinken viele Menschen im Mittelmeer.

    Das Flüchtlingsabkommen zwischen der EU und der Türkei vom 20. März sieht die Aufnahme syrischer Flüchtlinge durch die Türkei im Tausch gegen Hilfszahlungen und die Aufhebung der Visapflicht für die Türken im EU-Raum vor. Alle illegalen Einwanderer, die seit dem 20. März nach Griechenland über die Türkei einreisen, sollen zurück in die Türkei geschickt werden. Einwanderer, die nach Griechenland kommen, werden angemeldet. Jeder Asylantrag wird von den griechischen Behörden individuell in Kooperation mit der UN-Agentur behandelt. Im Tausch hat sich die EU verpflichtet, syrische Flüchtlinge aus der Türkei im Verhältnis 1:1 aufzunehmen.

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