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06:21 17 Juli 2019
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    Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe und der russische Präsident Wladimir Putin (Archivbild)

    Putin trifft Abe: Japan erhofft sich Fortschritte im Kurilen-Streit

    © Sputnik / Mikhail Klimenteev
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    Östliches Wirtschaftsforum 2016 (12)
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    Bei den Verhandlungen zum Friedensvertrag und den umstrittenen Kurilen-Inseln mit Russland soll ein Erfolg erzielt werden, wie der japanische Premierminister Shinzo Abe nach Angaben der Agentur Kyodo vor seinem Abflug zum Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok sagte.

    „Ich möchte ein offenes Gespräch mit Präsident Putin führen und einen Fortschritt zum Friedensvertrag und den ‚nördlichen Territorien‘ (wie Japan die Kurilen bezeichnet – Anm. d. Red.) zu erzielen“, so Abe.

    Außerdem wünsche er sich ein Treffen mit dem russischen Staatschef in der Zukunft in seinem  Wahlkreis, der Präfektur Yamaguchi: „Nach Möglichkeit würde ich mich gern bei mir in Yamaguchi ausführlich unterhalten.“

    Bei dem nun bevorstehenden Treffen stehen nach Kyodo-Angaben die bilateralen Beziehungen und Fragen der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auf der Tagesordnung. Wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag auf einer Pressekonferenz sagte, werde die Kurilen-Inselfrage gewiss zur Sprache kommen, aber nicht im Mittelpunkt der Verhandlungen stehen.

    Das Treffen des japanischen Premierministers Shinzo Abe mit dem russischen Präsidenten sei für Freitagabend am Rande des Östlichen Wirtschaftsforums in Wladiwostok geplant, meldet die Agentur Kyodo. Zu dem Forum hatte Putin den japanischen Regierungschef bei dessen jüngsten Besuch in Sotschi eingeladen.

    Die Beziehungen Russlands und Japans belastet seit Jahren das Fehlen eines Friedensvertrages zwischen beiden Ländern. Japan erhebt Anspruch auf die Inseln Iturup, Kunaschir, Schikotan und die Inselgruppe Chabomai, die nach dem Zweiten Weltkrieg gemäß den Beschlüssen der Konferenz von Jalta (Februar 1945) an die Sowjetunion gefallen waren. Japan betrachtet diese Beschlüsse nicht als rechtsgültig und beruft sich dabei auf einen bilateralen Handels- und Grenzvertrag aus dem Jahr 1855, in dem diese Inseln als japanisch anerkannt worden waren. Tokio machte die Rückgabe der Inseln zur Bedingung für den Abschluss eines Friedensvertrages mit Russland, der seit Ende des Zweiten Weltkrieges noch immer nicht unterzeichnet werden konnte.

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    Tags:
    Friedensvertrag, Wladimir Putin, Shinzo Abe, Kurilen, Russland, Japan