00:28 27 Januar 2020
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    Die USA stehen hinter der Cyberattacke auf den Élysée-Palast im Jahr 2012, erklärte der ehemalige technische Direktor des französischen Auslandsnachrichtendienstes (DGSE), Bernard Barbier.

    Zuvor soll die US-Rolle bei dem Cyberangriff auf Computer von Assistenten des damaligen Präsidenten Frankreichs, Nicolas Sarkozy, nicht bewiesen worden sein, schreibt die französische Zeitung „Le Monde“. Der Einbruch war im Mai 2012 zwischen den zwei Wahlrunden im Land bekanntgegeben worden.

    „Der Verantwortliche für Informationssicherheit im Élysée-Palast bat uns um Hilfe. Wir haben herausgefunden, dass da eine Angriffssoftware war“, zitiert die Zeitung die Worte von Barbier, der zu der Schlussfolgerung kam, dass „es nur die USA sein konnten“.

    Barbier habe einen Befehl von Francois Hollande bekommen, in die USA zu fahren, um sie zu einer Antwort zu bewegen. Die französischen Sicherheitsdienste sollen sicher gewesen sein, dass die USA hinter der Attacke stehen. Nach dem Treffen mit dem ehemaligen Direktor der NSA, Keith Alexander, habe Letzterer unzufrieden gewirkt. Er habe eingestanden, dass die Amerikaner nicht damit gerechnet hätten, dass die französischen Dienste sie überführen. „Trotzdem habt ihr das gut geschafft“, sagte Alexander gegenüber dem DGSE.

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    Tags:
    Nicolas Sarkozy, François Hollande, USA, Frankreich