06:58 25 November 2020
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    Das Panneau „Blühende sozialistische Ukraine“, das die Decke im zentralen Teil der Haupthalle über der Haupttreppe in der Obersten Rada dekoriert, ist verschleiert worden, erklärte der Parlamentspräsident Andrij Parubij in einer Sitzung des Schlichtungsrats am Montag.

    Das Wandbild sei nicht vernichtet, sondern nur gemäß dem Gesetz über Dekommunisierung verhängt worden, betonte der ukrainische Politiker.

    Das Panneau „Blühende sozialistische Ukraine“ wurde 1946 entworfen und stellt Hammer und Sichel, die rote Fahne und den fünfzackigen Sowjetstern dar.

    Im Mai 2015 war in der Ukraine ein Gesetz in Kraft getreten, das das kommunistische und das NS-Regime verurteilt und die Propaganda sowjetischer Symbole verbietet. Laut diesem Entkommunisierungs-Gesetz sollen die Städte und Straßen der Ukraine, die die Namen sowjetischer Staatsfunktionäre tragen, umbenannt werden.

    Das Ukrainische Institut für nationales Gedenken hatte eine Liste mit den Namen von 520 historischen Persönlichkeiten veröffentlicht, deren Aktivitäten unter die Dekommunisierung fallen und deren Namen aus diesem Grund aus geographischen Bezeichnungen verschwinden sollen. Diese Anordnung stößt sogar im Westen des Landes auf Widerstand bei der Bevölkerung. Die Kampagne gegen das sowjetische Erbe war in der Ukraine nach dem Machtwechsel vom Februar 2014 eingeleitet worden. Bis November 2016 sollen landesweit mehr als 900 Ortschaften umbenannt werden.

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    Tags:
    Oberste Rada, Petro Poroschenko, Kiew, Ukraine