10:10 20 Juni 2019
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    Esel (Symbolbild)

    Niger verbietet Ausfuhr von Eseln

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    Die Behörden des Niger haben die Ausfuhr von Eseln gestoppt. Grund dafür sei eine starke Nachfrage nach Eselfellen in Asien, die den Bestand dieser Tiere in dem afrikanischen Land ernsthaft bedrohe, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag meldete.

    „Der Export lebender Esel sowie von ihrem Fleisch und Fellen ist streng verboten“, zitierte AFP aus einer gemeinsamen Erklärung des Innen-, des Finanz-, des Agrar- und des Handelsministeriums des Niger.

    Esel im Niger werden hauptsächlich als Lasttiere verwendet. Offiziellen Statistiken zufolge beläuft sich der Eselbestand im Land derzeit auf rund 1,5 Millionen Tiere. Besorgniserregend ist eine starke Nachfrage nach Eselfellen und –fleisch in asiatischen Ländern, besonders in China. Nach Angaben der Zollbehörde wurden allein in den ersten acht Monaten 2016 fast 80.000 Tiere ausgeführt, nach 27.000 im vergangenen Jahr.

    Der Eselbestand schwindet rasant auch infolge drastisch gestiegener Preise für diese Tiere – umgerechnet von 61 auf 152 Euro pro Kopf. Bei solcher Konjunktur haben verarmte Agrarproduzenten keine Bedenken mehr und verkaufen ihre Tiere in großem Stil.

     

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    Tags:
    Esel, Ausfuhrverbot, Niger