07:10 23 Februar 2020
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    Die EU hat die Ukraine zur genauen Ermittlung des Brandanschlags auf das Büro des oppositionellen TV-Senders „Inter“ in Kiew aufgerufen, wie Maja Kocijancic, Sprecherin der EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton am Dienstag in Brüssel den Journalisten mitteilte.

    „Wir rufen zu einer sorgfältigen Ermittlung von diesem Vorfall auf“, sagte Kocijancic. Sie forderte zudem die Regierung in Kiew auf, alle Massenmedien und deren Mitarbeiter zu schützen. 

    Am 4. September haben 20 maskierte Täter das Büro von „Inter“ mit Molotow-Cocktails beworfen. Sie sollen auch Autoreifen angezündet haben. Sieben Menschen wurden verletzt. Die Leitung des TV-Senders bezeichnet den Vorfall als Druck. 

    Kritiker werfen „Inter“ eine prorussische Haltung vor. Der Sender steht auch wegen zahlreicher Programme auf Russisch unter Kritik. Präsident Poroschenko hatte zuvor beklagt, dass der Anteil der ukrainischsprachigen Sendungen im ukrainischen Fernsehen äußerst klein sei und forderte die Sender-Eigentümer, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. 

    Auch der ukrainische Innenminister Arsen Awakow hat den Entzug der Sendelizenz gefordert. Regierungskritische Medien in der Ukraine beklagen indes die Beeinträchtigung ihrer Arbeit durch Nationalisten und Behörden.

     

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    Tags:
    TV-Sender "Inter", Brandanschlag, Ermittlungen, EU, Maja Kocijancic, Catherine Ashton, Arsen Awakow, Petro Poroschenko, Ukraine