03:38 19 November 2019
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    Hungarian Prime Minister Viktor Orban speaks during his joint press conference with Russian President Vladimir Putin in the Parliament building in Budapest, Hungary, Tuesday, Feb. 17, 2015. Putin is staying on a one-day working visit in the Hungarian capital.

    Viktor Orban: „Europäisches Volk“ gibt es nicht

    © AP Photo / MTI, Szilard Koszticsak
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    Der EU-Austritt Großbritanniens hängt nach Ansicht des ungarischen Premiers Viktor Orban mit dem Versuch zusammen, den Briten die sogenannte „europäische Identifizierung“ aufzuzwingen.

    „Es ist altmodisch heutzutage, ein Pole, Tscheche oder Ungar zu sein. Oder auch ein Christ. Anstatt der alten Identifizierung entsteht eine neue, europäische. Man unternimmt alles, um sie durchzusetzen. Die Briten haben aber ‘Nein’ gesagt, sie wollten Briten bleiben“, sagte Orban bei seinem jüngsten Aufritt in der polnischen Stadt Krynica-Zdrój, dem auch der Chef der polnischen Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Jaroslaw Kaczynski, beiwohnte.

    Die Brexit-Entscheidung sei ein bedeutender Meilenstein, eine Kulturrevolution. „Die nationale Identifizierung und die Religion spielen weiter ihre Rolle. Ein ‘europäisches Volk’ gibt es nicht“, so der ungarische Ministerpräsident. Es sei gerade die nationale Identifizierung, die den Polen in den letzten Jahren „bessere Resultate“ als den Ungarn ermöglicht habe.

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    Tags:
    EU-Ausstieg, Brexit-Referendum, Jaroslaw Kaczynski, Victor Orban, Großbritannien, Europäische Union, Polen, Ungarn