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11:26 17 Juli 2019
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    Büro des TV-Senders Inter in Kiew, Ukraine

    Selbst schuld: Ukrainischer Beamter rechtfertigt Brandanschlag auf TV-Sender

    © AP Photo / Sergei Chuzavkov
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    Die Ursache für den Brandanschlag auf das Büro des oppositionellen TV-Senders „Inter“ in Kiew liegt im „Programkonzept“ dieses Kanals, wie der Chef des ukrainischen Nationalrats für Fernsehen und Radio, Jurij Artemenko, behauptet. Laut Artemenko „werden sie erschossen und niemand wird etwas tun“, wenn sich das Konzept nicht ändert.

    „Sie müssen zugeben, dass genau Ihr Programmkonzept die Ursache war… Sie wurden abgefackelt. Wenn Sie nicht aufpassen, werden Sie morgen erschossen und niemand wird etwas tun“, richtete sich Artemenko in einer Ausschusssitzung des ukrainischen Parlaments an den TV-Sender.

    Am 4. September haben 20 maskierte Täter das Büro von „Inter“ mit Molotow-Cocktails beworfen. Sie sollen auch Autoreifen angezündet haben. Sieben Menschen wurden verletzt. Die Leitung des TV-Senders bezeichnet den Vorfall als Druck.

    Kritiker werfen „Inter“ eine prorussische Haltung vor. Der Sender steht auch wegen zahlreicher Programme auf Russisch unter Kritik. Präsident Poroschenko hatte zuvor beklagt, dass der Anteil der ukrainischsprachigen Sendungen im ukrainischen Fernsehen äußerst klein sei, und forderte die Sender-Eigentümer auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

    Auch der ukrainische Innenminister Arsen Awakow hat den Entzug der Sendelizenz gefordert. Regierungskritische Medien in der Ukraine beklagen indes die Beeinträchtigung ihrer Arbeit durch Nationalisten und Behörden.

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    Tags:
    Brandanschlag, Inter, Jurij Artemenko, Kiew, Ukraine