04:16 18 Dezember 2017
SNA Radio
    Bundesnachrichtendienst

    Millionen Euro für mehr Überwachung: Neues Budget der deutschen Geheimdienste

    © East News/ Imago Stock and People
    Panorama
    Zum Kurzlink
    5237

    Der Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) wollen für das kommende Jahr angesichts der Bedrohungen durch Terrorismus und Cyber-Attacken deutlich mehr Geld zur Überwachung von Kommunikation sowie Messenger-Diensten ausgeben, berichten deutsche Medien.

    Laut den Angaben von NDR, WDR und der „Süddeutschen Zeitung“ rechnet der BND mit einem Budget von 808 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allein 21 Millionen Euro davon sollen im Rahmen des Projektes „Panos“ genutzt werden, das sich mit der Überwachung der Kommunikation, zum Beispiel von Messenger-Diensten wie WhatsApp, befasst. Mit diesem Projekt kann die Behörde Schwachstellen in Messenger-Apps finden und dann für die Entschlüsselung nutzen.

    Weitere zwei Millionen Euro will der BND in ein weiteres Programm zum Abfangen von Satellitentelefon-Gesprächen investieren. Gemeint ist unter anderem das Abhören des Internet-Verkehrs beispielweise am Knotenpunkt in Frankfurt/Main. Für das Programm namens „Zerberus“ veranschlagt der Dienst 2017 knapp 0,7 Millionen Euro.

    Das BfV rechnet 2017 mit einem Budget von gut 307 Millionen Euro – das sind etwa 18 Prozent mehr als im laufenden Jahr. Dabei nennt die Behörde aber nicht die konkreten Namen der Projekte, in die investiert werden soll.

    Zum Thema:

    Cyber-Angriff auf US-Demokraten „schlimmer als erwartet“
    Cyber-Spione „Strider“ auch auf staatlicher Ebene tätig?
    Cyber-Spione stehlen fünf Jahre lang Unternehmens-Daten in aller Welt
    Tags:
    Messenger, Budget, Internet, Cybersicherheit, Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), Bundesnachrichtendienst (BND), Deutschland
    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren