16:00 16 Dezember 2017
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    Am 11. September 2001 kaperten Selbstmordattentäter der Terrororganisation Al-Qaida vier Passagierflugzeuge und steuerten zwei Maschinen in die Twin Towers in New York.

    Europäer glauben: USA haben die Welt nach 9/11-Anschlägen nicht sicherer gemacht

    © AFP 2017/ Seth Mcallister
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    Laut einer Umfrage von Sputnik.Polls sind die meisten Einwohner Deutschlands (74 Prozent), Frankreichs (65 Prozent) und Italiens (63 Prozent) der Meinung, dass die Maßnahmen der USA zur Bekämpfung des Terrorismus nach dem 11. September die Sicherheit in der Welt nicht erhöht haben.

    USA haben die Welt nach 9/11-Anschlägen nicht sicherer gemacht
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    USA haben die Welt nach 9/11-Anschlägen nicht sicherer gemacht

    Die Einwohner der USA betrachten hingegen die Maßnahmen ihres Landes zur Erhöhung der Sicherheit in der Welt weniger skeptisch: Laut 54 Prozent führt ihr Land einen erfolgreichen Kampf gegen den Terrorismus, 39 Prozent sind gegenteiliger Meinung, sieben Prozent gaben keine Antwort. Die Angaben wurden bei einer Umfrage ermittelt, die von des Meinungsforschungsinstituts Ifop im Auftrag der Nachrichteagentur und Rundfunkgesellschaft Sputnik durchgeführt wurde.

    Nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 trafen die USA mehrere Maßnahmen zur Stärkung der inneren und internationalen Sicherheit. So wurde der PATRIOT Act verabschiedet, der die Vollmachten des FBI beim Sammeln von Informationen über Bürger und Unternehmen in den USA und im Ausland erweitern. Zur Senkung der Terrorbedrohung wurde in Afghanistan und im Irak militärisch interveniert.

    9/11-Anschläge: Pearl Harbor des 21. Jahrhunderts

    • Trümmer des World Trade Center (WTC) in New York  nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001
      Trümmer des World Trade Center (WTC) in New York nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001
      © AFP 2017/ Alexandre Fuchs
    • Nach Angaben der 9/11-Kommission befanden sich rund 16 000 Menschen in den Türmen des World Trade Center. Die meisten konnten aus den Gebäuden flüchten, bevor sie einstürzten.
      Nach Angaben der 9/11-Kommission befanden sich rund 16 000 Menschen in den Türmen des World Trade Center. Die meisten konnten aus den Gebäuden flüchten, bevor sie einstürzten.
      © AFP 2017/ Stan Honda
    • Beim Einsturz der Twin Towers gingen wichtige Archive und wertvolle Kunstwerke sowie mehr als 40.000 Negativfilme von Aufnahmen von John F. Kennedy verloren.
      Beim Einsturz der Twin Towers gingen wichtige Archive und wertvolle Kunstwerke sowie mehr als 40.000 Negativfilme von Aufnahmen von John F. Kennedy verloren.
      © AFP 2017/ Alexandre Fuchs
    • Tausende Tonnen Giftabfall, der nach dem Einsturz der Türme entstand, enthielten mindestens 2500 verschiedene Komponenten, darunter Blei und Quecksilber.
      Tausende Tonnen Giftabfall, der nach dem Einsturz der Türme entstand, enthielten mindestens 2500 verschiedene Komponenten, darunter Blei und Quecksilber.
      © AFP 2017/ Doug Kanter
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    Trümmer des World Trade Center (WTC) in New York nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001

    Die Frage: „Haben die von den USA getroffenen Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrorismus nach den Terroranschlägen vom 11. September das Leben in der Welt sicherer gemacht?“, bejahten nur 20 Prozent der Deutschen, 24 Prozent der Franzosen und 30 Prozent der Italiener. Sechs Prozent der Deutschen, elf Prozent der Franzosen und sieben Prozent der Italiener gaben keine Antwort.

    Die Umfrage wurde vom ältesten französischen Meinungsforschungsinstitut Ifop vom 28. Juni bis zum 4. Juli 2016 in Deutschland, Frankreich und Italien und vom 26. bis zum 30. August in den USA durchgeführt. Daran nahmen insgesamt 4015 Personen aus Deutschland (1000), Frankreich (1004), Italien (1002) und den USA (1009) im Alter von mehr als 18 Jahren teil. Die Auswahl repräsentiert die Bevölkerung nach Geschlecht, Alter und Geografie. Die maximale Fehlerquote liegt bei maximal 3,1 Prozent bei einer Konfidenzwahrscheinlichkeit von 95 Prozent.

    Sputnik.Polls: Hintergrund

    Das internationale Meinungsforschungsprojekt startete im Januar 2015. Partner sind die bekannte Meinungsforschungsinstitute Populus, Ifop und Forsa. Im Rahmen des Projekts Sputnik.Polls werden regelmäßig Umfragen in Europa und in den USA zu den aktuellsten sozialen und politischen Fragen durchgeführt.

    Sputnik (sputniknews.com) ist eine Nachrichtenagentur und Rundfunkanstalt mit multimedialen Informations-Hubs in Dutzenden von Ländern. Sputnik umfasst Webseiten in mehr als 30 Sprachen, analogen und digitalen Rundfunk, mobile Apps und Seiten in sozialen Netzwerken. Die Nachrichtenticker laufen im 24/7-Betrieb auf Englisch, Arabisch, Spanisch und Chinesisch.

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    Tags:
    Terrorgefahr, 11. September, USA
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