15:45 19 Juli 2018
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    Der weißrussische Sportfunktionär Andrej Fomotschkin mit der russischen Fahne

    Kreml zeigt sich von Aktion weißrussischer Paralympioniken begeistert

    © Sputnik / Wladimir Astapkowitsch
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    Paralympics in Rio (44)
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    Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat die Aktion des weißrussischen Sportfunktionärs Andrej Fomotschkin, der beim Einzug des weißrussischen Teams bei den Paralympics die russische Fahne hielt, als bewundernswert gewürdigt.

    „Zweifelsohne ist das eine Großtat. Was die weißrussischen Paralympioniken gemacht haben, ist bewundernswert. Natürlich wissen wir ein derartiges Zeichen der Solidarität mit unseren Paralympioniken, denen absolut unverdient und ungerecht die Möglichkeit, bei den Paralympischen Spielen aufzutreten, entzogen wurde, sehr zu schätzen“, sagte Peskow.

    Zuvor hatte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, das Mitglied des weißrussischen paralympischen Teams, das die russische Fahne trug, als Helden bezeichnet.

    ​Auch der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko hatte die Initiative der weißrussischen Sportler trotz des Verbots begrüßt. „Ich will betonen, dass dies die Position des Staates, auch die Position des Präsidenten des Landes und des Präsidenten des Paralympischen Komitees ist“, zitiert der Radiosender „Goworit Moskwa“ seine Sprecherin.

    Der Präsident des russischen Paralympischen Komitees, Wladimir Lukin, hatte Fomotschkin gefeiert. „Ich kann unserem weißrussischen Kollegen nur danken“, sagte er nach der Aktion. Der Sprecher des weißrussischen Außenministeriums in Minsk sprach von einer „Großtat“. Fomotschkin habe „als echter Kamerad und Kerl“ gehandelt.

    Die Entscheidung, die Sportler aus Russland nicht zu den Paralympics zuzulassen, war aufgrund des sogenannten McLaren-Berichts über das angebliche „staatliche Doping-Programm in Russland“ getroffen worden, obwohl die Autoren ihre Theorie mit keinerlei konkreten Beweisen belegten.

    Die Paralympischen Spiele finden vom 7. bis 18. September in Rio de Janeiro statt.

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    Solidarität, Sportler, Paralympics 2016, Dmitri Peskow, Russland, Weißrussland, Rio de Janeiro
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