06:43 11 Dezember 2017
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    „Hijab gleicht Hakenkreuz“: Friseurin vor Gericht, weil sie Muslima nicht bediente

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    „Kein Hijab in meinem Salon“: Einer norwegischen Friseurin drohen neben einer Geldstrafe bis zu sechs Monate Haft, weil sie einer Frau, die einen Hijab trug, nicht die Haare schneiden wollte, berichtet The Local.

    Der Zwischenfall habe sich Ende August in der norwegischen Kleinstadt Bryne ereignet. Als sich eine Muslimin in einem Hijab-Tuch an sie gewendet habe, soll die 47-jährige Inhaberin des Friseursalons, Merete Hodne, ihr empfohlen haben, „einen anderen Platz zu suchen“.

    ​„Ich will dieses Übel nicht an einem Ort sehen, wo ich entscheide. Dieses Übel ist die islamische Ideologie, der Mohammedanismus und der Hijab, der als Symbol dieser Ideologie wie einst das Hakenkreuz bei den Nazis dient", sagte sie später in einem Interview mit dem norwegischen Sender TV2.

    Eine Muslimin im Hijab zu bedienen bedeute für die Saloninhaberin, den männlichen Kunden die Bedienung zu verweigern, weil eine Muslimin in Anwesenheit von Männern ja nicht ihre Haare zeigen darf, so Hodne.

    ​Die betroffene 24-jährige, Malika Bayan, erklärte ihrerseits, dass sie „zutiefst beleidigt“ sei. Sie befinde sich ja immerhin „in ihrem eigenen Land“. 

    Nach Angaben von „The Local“, weigerte sich die Friseurin, eine Geldstrafe in Höhe von 8.000 Kronen (umgerechnet etwa 870 Euro) wegen „religiöser Diskriminierung“ zu zahlen, weshalb der Fall am Donnerstag nun vor Gericht gebracht wurde.

    Nun drohen der Frau bis zu sechs Monate Haft.

    Tags:
    Islam, Hijab, Bryne, Norwegen
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