12:26 07 Dezember 2019
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    Asoziales Verhalten

    Frankreich: Paris richtet Behörde eigens zum Kampf gegen asoziales Verhalten ein

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    In Paris ist eine neue Behörde zum Kampf gegen asoziales Verhalten von Einwohnern und Touristen eingerichtet worden, berichtet der französische TV-Sender BFMTV.

    Etwa 1800 Menschen sollen in der neuen Behörde tätig sein. Die Mitarbeiter sollen die Straßen der französischen Hauptstadt patrouillieren, um unpassendes Verhalten von Parisern und Touristen zu verhindern. Dabei sollen sie dafür sorgen, dass die Passanten keine Zigarettenkippen und Kaugummis auf den Boden, sondern in Mülleimer, und Hausmüll in spezielle Container werfen. Die Vertreter einer neuen Behörde sollen dabei Personen festhalten, die an einem öffentlichen Ort ihre Notdurft verrichten.

    Bei Bedarf dürfen die Mitarbeiter Gewalt gegen Unruhestifter anwenden und dabei Knüppel oder Pfefferspray nutzen. Zudem dürfen sie vor Ort der Person eine Geldstrafe (68 Euro) auferlegen oder sie auf die Polizeiwache bringen.

    Die Stadtverwaltung hofft, dass die Straßen dank dieser neuen Behörde sauberer werden. Außerdem soll laut den Beamten die zusätzliche Kontrolle im Rahmen des erklärten Notstandes im Land hilfreich sein.

    Nach einer Serie von Terrorakten in sieben Stadtbezirken von Paris war am 13. November 2015 in Frankreich der Notstand ausgerufen worden, der mehrmals verlängert wurde.

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    Tags:
    Strafe, Straßen, Verhalten, Kontrolle, Behörden, Paris, Frankreich