16:22 29 Oktober 2020
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    Wegen Verdachts auf Rindfleischverzehr sind in Indien zwei Musliminnen – eine 20-jährige Frau und ihre 14 Jahre alte Cousine - vier Vergewaltigern zum Opfern gefallen, wie der Sender BBC News am Montag mitteilte.

    Das Verbrechen, das vor zwei Wochen in dem vorwiegend von Muslimen bewohnten Bundesstaat Haryana begangen worden war, ist erst jetzt ans Licht gekommen.

    „Sie drohten, mich und meine Familie zu töten, wenn ich über das Geschehene erzähle“, sagte die junge Frau. Ihren Worten zufolge haben die Angreifer ihren Onkel und ihre Tante im eigenen Haus zu Tode geprügelt. Auch sagt sie, kein Rindfleisch gegessen zu haben.

    Die mutmaßlichen Täter wurden gefasst und des Mordes und der Vergewaltigung angeklagt.

    Nach Angaben von BBC News hatten die örtlichen Behörden kurz vor dem Verbrechen bekannt gegeben, dass die Polizei prüfen werde, ob in Hammelfleischgerichten Rindfleisch enthalten sei. Diese Maßnahme wird mit den sich häufenden Fällen der Unterschiebung von Fleisch erklärt.

    Die Hindus betrachten manche Tiere, vor allem Kühe, als heilig. Kühe dürfen nicht getötet und ihr Fleisch darf nicht gegessen werden. Das Rindfleischverbot gilt fast in allen Bundesstaaten Indiens, außer Kerala und Westbengalen.

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