19:21 17 Februar 2020
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    Die Studien aus den 1960er Jahren, laut denen Zucker die Entstehung von Herzerkrankungen kaum beeinflusst, sind von der Zuckerindustrie bezahlt worden, wie die Medizinzeitschrift „JAMA Internal Medicine“ berichtet.

    Mit Unterstützung der „Zuckerlobby“ versuchten die Forscher die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Auf diese Weise wurde am 13. Juli 1965 das Projekt unter dem Namen „Project 226“ ins Leben gerufen. Demnach sollte ein positives Bild über Zucker geschaffen werden.

    1967 erschien im Rahmen des Projektes ein Artikel, der den Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Herzerkrankungen infrage stellte. Im Artikel führten die Autoren Fette und Cholesterin als Ursache für tödliche Herzerkrankungen an.  Unlängst von Forschern der Universität von San Francisco gefundene Dokumente belegen, dass dieser Beitrag von der amerikanischen Stiftung für Zuckeruntersuchung bezahlt worden war.

    Der Überblicksartikel wurde in der Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht. Dafür sollen drei Forscher der Harvard University 50.000 US-Dollar erhalten haben.

    Marion Nestle, Professor der Universität von New York, ist der Auffassung, die Ernährungsindustrie wirke sich bis heute auf die moderne Diätologie aus. Die Finanzierung durch die Lebensmittelindustrie erschüttere das Vertrauen der Verbraucher in die Ernährungswissenschaft.

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    Forschung, Wissenschaft, Krankheit, USA