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05:09 14 Oktober 2019
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    Paralympische Spiele in Rio 2016

    Keine Chance: Russlands Paralympioniken scheitern in Düsseldorf bei letzter Instanz

    © AFP 2019 / CHRISTOPHE SIMON
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    Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Dienstag 94 Einzelklagen der russischen Athleten abgewiesen. Somit verpassen die Sportler sogar die letzte Möglichkeit, sich an den schon zur Hälfte absolvierten Paralympics in Rio de Janeiro zu beteiligen, schreibt die „Zeit Online“ am Dienstag.

    Die einzelnen russischen Sportlerinnen und Sportler haben keinen Anspruch auf Teilnahme an den Paralympischen Spielen, kommentierte das Oberlandgericht seine Entscheidung.

    "Denn das Internationale Paralympische Komitees IPC hat die Mitgliedschafts- und damit auch die Melderechte des Russischen Paralympischen Komitees aus sachlichen Gründen wirksam suspendiert. Es hat ein fundamentales und berechtigtes Interesse, einen fairen und sportlichen Wettkampf zu gewährleisten“, hieß es weiter in der Begründung.

    Zuvor hatten die russischen Athleten auch beim Landgericht am IPC-Sitz in Bonn mit den Einzelanträgen gescheitert. Mit den Anträgen auf Zulassung zu den Paralympischen Spielen haben die russischen Athleten beim Oberlandesgericht Düsseldorf daraufhin versucht, ihren Start in zweiter Instanz zu erzwingen.

    Am 7. August war Russlands Auswahl von der Teilnahme an den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro, die vom 7. bis 18. September stattfinden, ausgeschlossen worden.Diese Entscheidung wurde aufgrund des Berichts der von Richard McLaren geleiteten unabhängigen Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) getroffen. In dem am 18. Juli vorgelegten Dokument war insbesondere von 35 verschwundenen Doping-Proben russischer Paralympioniken die Rede. Außerdem wurde behauptet, in Russland existiere ein staatlich gestütztes Programm zur Vertuschung von Dopingsünden.

    Daraufhin hatte Russland am 15. August beim Internationalen Sportgerichtshof in Lausanne Berufung gegen diese Entscheidung des IPC eingelegt. Doch lehnte der CAS diese ab. Das Paralympische Komitee Russlands wendete sich dann an das Schweizerische Bundesgericht.

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    Tags:
    Paralympics 2016, IPC, Internationaler Sportgerichtshof CAS, WADA, Rio de Janeiro, Brasilien, Bonn, Düsseldorf, Deutschland, Russland