03:58 27 November 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    In Libyen warten 235.000 Migranten auf die Möglichkeit zur Überfahrt über das Mittelmeer nach Italien, sagte der Uno-Sonderbeauftragte für Libyen, Martin Kobler, gegenüber der italienischen Zeitung „La Stampa“.

    In einem Interview mit der italienischen Zeitung verwies Kobler darauf, in den Listen gebe es zurzeit 235.000 Migranten, die nach Italien möchten und dies unbedingt machen würden.

    Zudem betonte der deutsche Diplomat, Terrorismus und Migration seien die Symptome einer Krankheit. Laut ihm mangelt es in Libyen an staatlicher Macht, deswegen sei es sehr wichtig, die Rechtshoheit im Land wiederherzustellen. Außerdem solle gegen den Migrantenschmuggel angegangen werden. Kobler merkte an, die internationale Gemeinschaft bilde beispielweise die lybische Küstenwache unter europäischer Kontrolle aus.

    Der Uno-Sonderbeauftragte meint, das Hauptproblem bestehe in der Armut der Länder, aus denen die meisten Migranten kommen. Viele Menschen würden ihr Heimatland verlassen, da sie nichts zu essen hätten, so Kobler. In diesem Zusammenhang solle vor allem der Kampf in den Herkunftsländern der Migranten geführt werden. Nur so könne der Notstand in Libyen bewältigt werden.

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    Tags:
    Probleme, Kampf, Armut, Schmuggel, Migranten, Uno, Martin Kobler, Italien, Libyen