01:42 05 Dezember 2020
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    Der Angriff auf eine Klinik der Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ am 15. August in Jemen, der elf Todesopfer und 19 Verletzte forderte, ist mit einer US-Bombe geflogen worden, wie die Organisation Amnesty International in einem jüngsten Bericht feststellt.

    Im Auftrag der AI untersuchten demnach unabhängige Rüstungsexperten einige Fotos, die Journalisten vor Ort  gemacht hatten, und kamen zu der Schlussfolgerung, dass bei der Attacke „eine präzisionsgelenkte Fliegerbombe des Typs Paveway eingesetzt worden war“.

    ​„Es ist unfassbar, dass einige Staaten die von Saudi-Arabien geführte Koalition weiter mit Waffen beliefern, einschließlich der Spreng- und Lenkbomben sowie Kampfflugzeuge, unabhängig von ausreichenden Beweisen, dass diese Waffen für Angriffe auf Krankenhäuser und anderen zivile Objekte eingesetzt werden“, sagte der Chef des AI-Programms für Nahost und Nordafrika, Philip Luther.

    Mitte August hatte die Militärallianz unter Führung Saudi-Arabiens einen Luftangriff auf eine von der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) unterstütze Klinik im Nordjemen geflogen. Augenzeugen zufolge war auch die Notaufnahme der Klinik betroffen.

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    Tags:
    Angriff, Bombe, Waffenlieferungen, Amnesty International, Jemen, Saudi-Arabien, USA