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    Treffen von Präsident Wladimir Putin mit russischen Paralympikern im Kreml

    Putin: Hacker bringen WADA-Machenschaften ans Tageslicht

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    Russland kann Handlungen von Hackern nach Worten von Präsident Wladimir Putin nicht begrüßen. „Aber sie haben geholfen, Informationen über die Einnahme verbotener Präparate durch Olympia-Athleten publik zu machen“, sagte der russische Staatschef am Montag im Kreml bei der Auszeichnung russischer Paralympiker.

    „Dank den Aktivitäten der Hacker wurde bekannt, dass Menschen, die an den Olympischen Spielen teilnahmen und für alle als absolut gesund galten, in Wirklichkeit aber auch verbotene Präparate eingenommen und deshalb Vorteile im sportlichen Kampf hatten", sagte Putin.

    Zuvor hatte die Hackergruppe Fancy Bears Angaben aus einer von ihr geknackten Datenbank der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) veröffentlicht. Demzufolge hatte die WADA mehreren US-amerikanischen Olympiasiegern die Einnahme verbotener Präparate genehmigt, darunter den Tennisspielerinnen Serena und Venus Williams, der Turnerin Simone Biles und der Basketballspielerin Elena Delle Donne. Dopingproben von Biles und Delle Donne erwiesen sich im August als positiv. Trotzdem wurden die beiden nicht disqualifiziert und gewannen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro sogar Gold.

    Die russische paralympische Mannschaft war aufgrund eines WADA-Berichts komplett gesperrt worden. Auch Anträge einzelner Athleten auf die Teilnahme an den Spielen in Rio wurden von Gerichten abgelehnt. Putin bezeichnete die Entscheidung als „feige und unfair“. Parallel zu den Paralympischen Spielen in Rio veranstaltete Russland für heimische Paralympiker ein Turnier.

     

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    Tags:
    Hacker, Veröffentlichung, Datenbank, Welt-Antidoping-Agentur (WADA), Wladimir Putin, Russland