11:26 15 Juli 2020
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    Migrationsproblem in Europa (1282)
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    Die Europäische Union hat von 160.000 geplanten Aufenthaltsgenehmigungen für Asylsuchende nur 6.000 erteilt, sagte der italienische Außenminister Paolo Gentiloni in einem Interview für die Zeitung „La Repubblica“ am Dienstag.

    „Die Flüchtlinge, die ein Recht auf Asyl (in Europa – Anm. d. Red.) haben,  müssen aufgenommen werden: Die EU sollte 160.000 Aufenthaltsgenehmigungen stattgeben, doch es wurden nur 6.000 erteilt“, kommentierte Gentiloni.

    Seiner Meinung nach „bewegt sich Europa wie eine Schnecke“ in der Migrationsfrage.

    Italien teile zudem nicht die in Europa herrschende Meinung darüber, dass der Ausnahmezustand in der Migrationssituation im Juli 2015 begann und nach der Unterzeichnung des Vertrags mit der Türkei im März 2016 endete, fügte Gentiloni hinzu.

    „Italien erwartet eine effiziente Umsetzung des Plans zur Verteilung der Asylberechtigten sowie die Anwendung des türkischen Modells auf die afrikanischen Länder“, schloss er.

    Europa erlebt gegenwärtig die größte Migrationskrise seit Ende des Zweiten Weltkrieges, ausgelöst vor allem durch mehrere bewaffnete Konflikte und die Wirtschaftsprobleme in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Laut Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex waren im Jahr 2015 mehr als 1,8 Millionen Migranten in der Europäischen Union eingetroffen.

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    Tags:
    Paolo Gentiloni, Europäische Union, Türkei, Italien