20:47 05 Dezember 2019
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    Bierkrüge vom Oktoberfest

    Obacht! Ausländer vor Gefahren der Wiesn-Freuden gewarnt

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    Ozapft is! Nicht nur für richtige Bayern hat vergangenes Wochenende einer der Höhepunkte des Jahres angefangen: Das Münchener Oktoberfest lockt mit literweise Bier und Schunkelmusik auch Gäste aus aller Welt in die Festzelte. Doch Vorsicht ist geboten! Einige ausländische Botschaften haben Warnungen rausgegeben.

    Neben allgemeinen Touristeninformationen, dass beispielsweise Rucksäcke nicht in die Zelte mitgenommen werden dürfen oder wo man im Notfall ärztliche Hilfe bekommt, warten die Leitfäden einiger Botschaften mit überraschend konkreten Verhaltensregeln auf.

    Besondere Sorgen um ihre Bürger auf dem bayerischen Traditionsfest scheinen sich die amerikanische, die britische und die italienische Auslandsvertretungen zu machen. Alle drei geben zu bedenken, dass das deutsche Bier wesentlich stärker sei, als man es aus den Heimatländern gewohnt sei, und ein traditioneller Steinkrug beinhalte schließlich auch fast zwei Pints, so die britische Botschaft.

    Bei dem Genuss einer Maß guten bayerischen Bieres und unter der Wirkung von Schunkelmusik und allgemeiner Heiterkeit steigt auch die Sing- und Tanzlaune. Doch Obacht! Wie das US-Konsulat ausdrücklich auf seiner Webseite festhält, dürfe man zwar singen, was man möchte, und dabei auch gern auf die Bierbänke steigen, das Tanzen auf den Tischen sei aber nicht erlaubt!

    Wem nach dem Wiesn-Besuch der Maßkrug so sehr ans Herz gewachsen ist, dass er am liebsten einen mit nach Hause nehmen würde, der sei ebenfalls gewarnt: Das Entwenden der Krüge sei streng verboten und werde mit deftigen Strafen geahndet, so die US-Botschaft. Man könne das gute Stück auch nicht für ein Souvenir ausgeben, die Polizei würde den Unterschied erkennen.

    Sollte man es gar nicht erst vom Gelände schaffen, weil das Bier seine Wirkung zeigt, dann solle man auf keinem Fall im angrenzenden Park – im Volksmund auch „Kotzhügel“ genannt – einschlafen, denn dort würden Diebe nur auf „Bierleichen“ warten. Sollte jemand beim aufmerksamen Lesen des Leitfadens das Wort „Bierleichen“ nicht verstanden haben, für den hat die amerikanische Botschaft vorsichtshalber noch die wörtliche Übersetzung hinzugefügt: „beer corpses“.

    Doch selbst wenn man nicht als „Bierleiche“ endet, bestehe durchaus die Gefahr von Taschendiebstahl auf dem Volksfest, weiß die US-Botschaft. Um seine Wertgegenstände trotzdem sicher zu verwahren, solle man auf die Geheimtaschen in den Dirndln setzen. Dort dürften die Langfinger nicht ganz so einfach hinkommen.

    Derartig vorbereitet kann nun jeder ausländische Gast, ob Amerikaner, Brite oder Italiener, getrost Dirndl und Lederhosen anlegen und sich ins Wiesn-Vergnügen stürzen!

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    Tags:
    Wiesn, Terrorgefahr, Tourismus, Oktoberfest, Deutschland