22:35 30 März 2020
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    Immer mehr ausländische Urlauber kommen einem Zeitungsbericht zufolge nach Russland, das inzwischen zu den zehn meistbesuchten Ländern der Welt gehört. Touristenattraktionen sind hierzulande vielfältig – sowohl geschichtsträchtige als auch exotische. Ein zuständiger Beamter klärt auf.

    Die Tageszeitung „Iswestija“ zitierte am Donnerstag den Vizechef der russischen Tourismus-Behörde, Sergej Kornejew, mit den Worten, Russland zähle mittlerweile zu den zehn meistbesuchten Ländern der Welt – im vergangenen Jahr habe die Zahl ausländischer Urlauber knapp 27 Millionen betragen. Es sei zu erwarten, dass rund 1,5 Millionen Menschen allein zur Fußball-WM 2018 zusätzlich nach Russland kommen werden.

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    „Kunden europäischer Reisebüros bitten buchstäblich, einen Ort auf der Karte zu zeigen, wo es keine politischen oder militärischen Katastrophen gibt. Und wir beginnen damit, uns auch von diesem Standpunkt aus zu positionieren“, sagte Kornejew dem Blatt. 

    „Es besteht eine Nachfrage sowohl nach Fünf- als auch nach Drei-Sterne-Hotels. Viele übernachten gern in Hostels. Manche brauchen nichts weiter außer einem Zelt und einem Paddelboot. Es gibt viele Touristen-Kategorien, deshalb muss man dafür werben, was wir haben, anstatt den Touristen etwas vorzutäuschen, was uns fehlt“, so Kornejew.

    Nach Angaben der Behörde interessierten sich die Ausländer für einzelne Städte weniger als beispielsweise für den sogenannten Goldenen Ring, bei dem es sich um eine Reise durch altrussische Städte zwischen den Flüssen Wolga und Oka handelt.

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    Wie es im Bericht weiter heißt, erregen Moskau und St. Petersburg traditionell Interesse bei Ausländern. Mittlerweile dürfen auch Kasan und Sotschi als Touristen-Metropolen bezeichnet werden. Zu den beliebten Reisezielen zählen auch die Regionen Altai, Karelien, Nowgorod, Jaroslawl und Kaliningrad, das einstige deutsche Königsberg. 

    Dass die russische Nationalwährung in den letzten Jahren abgewertet wurde, kommt ausländischen Touristen zupass, wie Kornejew feststellt. Neben der bereits gestiegenen Zahl asiatischer Urlauber erwartet er im laufenden Jahr auch mehr Touristen aus Europa – vor allem aus südeuropäischen Ländern wie Italien und Spanien.

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    „Dank unserem Büro in China haben wir erfahren, dass auch der arktische Tourismus dort gefragt ist. Zwar ist er vorerst nicht so massiv, doch unsere Reisefirmen organisieren für die Chinesen bereits Reisen nach Archangelsk, Murmansk und in den autonomen Kreis der Nenzen. In der chinesischen Kulturtradition ist es ein sehr gutes Zeichen, Polarlichter zu sehen. Für diese Zwecke reisen sie speziell in ihre Mandschurei. Doch dort kommt diese Erscheinung sehr selten vor – und bei uns oft. Diese und andere Konkurrenzvorteile müssen wir nutzen“, sagte Kornejew.

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    Tags:
    Tourismus, Sergej Kornejew, Russland