14:08 22 April 2019
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    Cockpit der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    Moskau erwartet Informationen zu MH17-Abschuss „von allen, die welche besitzen“

    © AFP 2019 / Emmanuel Dunand
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    Das russische Außenministerium zählt darauf, dass alle, die irgendwelche Informationen zum in der Ostukraine abgestürzten MH17-Flugzeug besitzen, dem Beispiel des russischen Rüstungskonzerns Almas-Antej folgen und diese Daten an die Ermittler übergeben, wie die offizielle Sprecherin der Behörde, Maria Sacharowa, am Donnerstag sagte.

    Die Übergabe der Daten zur Katastrophe durch Almas-Antej an die Niederlande bezeichnete die Diplomatin als einen sehr wichtigen Schritt für die Ermittlung, auf den die Angehörigen der Opfer sehr lange gewartet hätten.

    „Der Schritt des russischen Konzerns sollte zu einem wichtigen und aktuellen Beispiel für alle anderen Länder werden, für alle, die irgendwelche Informationen besitzen, die helfen können zu begreifen, was sich vor zwei Jahren am Himmel über der Ukraine ereignet hatte“, so Sacharowa.

    Der Sprecher der russischen Ermittlungsbehörde SK, Wladimir Markin, bestätigte am Donnerstag, Radardaten von Almaz-Antey bekommen zu haben. „Diese Daten, die die MH17-Katastrophe betreffen, werden demnächst der niederländischen Seite übergeben.“

    Zuvor bereits hatte Almaz-Antey den niederländischen MH17-Ermittlern umfassende Resultate seiner Feldexperimente übergeben, die nachweisen, dass die Rakete, die die MH17 vom Himmel holte, unmöglich aus der Ortschaft Sneschnoje abgefeuert sein konnte, wie dies die Ermittler vermutet hatten.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 aus bisher ungeklärter Ursache im damals umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der von Amsterdam nach Kuala Lumpur fliegenden Verkehrsmaschine, darunter 85 Kinder, kamen ums Leben.

    In der Region lieferten sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Weil die meisten Opfer Niederländer waren, übernahmen die Niederlande die Leitung der Ermittlungen. Dem Ermittlerteam gehören auch Vertreter von Australien, der Ukraine, Belgien und Malaysia an. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

    Rund 15 Monate nach der Katastrophe hat der für die Untersuchung zuständige Sicherheitsrat der Niederlande am 13. Oktober 2015 den finalen Ermittlungsbericht veröffentlicht. Darin hieß es unter anderem, dass die Maschine mit einer Buk-Rakete abgeschossen worden war. Am gleichen Tag präsentierte der Buk-Hersteller Almaz-Antey die Ergebnisse eigener Untersuchungen, bei denen sogar als Experiment ein ausgedientes Passagierflugzeug mit einer Rakete gesprengt worden war. Am 28. September dieses Jahres will die niederländische Ermittlungskommission in einem neuen Bericht den Startort der Rakete nennen.

     

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    Tags:
    Ermittlung, MH17, Maria Sacharowa, Niederlande, Russland, Ukraine