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    McDonnell Douglas AV-8B Harrier II (Symbolbild)

    Okinawa-Behörden fordern Flugstopp für US-Bomber über der Insel

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    Die Behörden der japanischen Insel Okinawa haben dem Außen- und dem Verteidigungsministerium des Landes eine Protestnote wegen des Absturzes eines US-Kampfjets 150 Kilometer vor der Küste der Präfektur überreicht.

    Am Donnerstag war ein US-Bomber des Typs Harrier II, der auf dem Luftwaffenstützpunkt Kadena auf Okinawa stationiert war, ins Meer gestürzt. Der Pilot überlebte.

    Vertreter der beiden Ministerien wurden in die Inselverwaltung eingeladen, wo ihnen eine Protestnote wegen des Vorfalls überreicht wurde. Der Zwischenfall werde auf Okinawa als Beweis für die unzureichende Sicherheit auf der Insel wegen der US-Stützpunkte auf dem Territorium der Präfektur wahrgenommen.

    Die Okinawa-Behörden erinnerten daran, dass ein ähnlicher Vorfall im vergangenen Jahr nahe der Stadt Uruma passiert sei, doch seien bis heute weder die Ursachen festgestellt noch die notwendigen Entscheidungen getroffen worden. „Und nun ist es erneut zu einem Zwischenfall gekommen“, so die Behörden.

    „Man kann nicht sagen, dass die Maßnahmen, die derzeit zur Vermeidung von solchen Vorfällen ergriffen werden, ausreichend wären. Man kann den Ärger nicht zurückhalten“, zitiert der TV-Sender NHK die Vertreter der Inselverwaltung.

    Die Behörden haben gefordert, alle Flüge der Bomber des Typs Harrier II einzustellen, bis die Ursachen des Vorfalls geklärt sind.

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    Tags:
    Bomber, Absturz, Stützpunkt, US-Streitkräfte, Okinawa