07:23 25 Juni 2017
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Angriff auf UN-Konvoi in Syrien: Moskau besteht auf Vorweisen der Geschosse - Lawrow

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    Die Geschosse, die beim Angriff auf einen UN-Konvoi in Syrien eingesetzt wurden, sollen vorgewiesen werden, um eine unvoreingenommene Ermittlung zu sichern, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag mitteilte.

    „Eine Ermittlung ist derzeit erforderlich. Der erste notwendige Schritt ist, die Geschosse vorzuweisen, die diesen Konvoi getroffen haben“, sagte Lawrow gegenüber den russischen Medien.

    Zunächst habe es Angaben gegeben, dass es sich bei dem Angriff um einen Artilleriebeschuss gehandelt habe. Später seien auch Hubschrauber erwähnt worden. „Die Geschosse lassen uns alles verstehen. (…) Das ist einfach und sollte die erste Phase der Ermittlung werden.“ Dabei räumte Lawrow ein, dass sich diejenigen, die die Ermittlungen zum Absturz der malaysischen Boeing über der Ukraine führen, damit nicht beschäftigen wollten und keine Geschosse vorgewiesen haben.

    Ein Hilfskonvoi der Uno und der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft war in der Nacht zum Dienstag nordwestlich von Aleppo beschossen worden. Die Autokolonne war mit Hilfsgütern für 78.000 Menschen beladen. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) wurden 18 der 31 Lastwagen vernichtet. IKRK bestätigte, dass ein Mitarbeiter der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft und mindestens 20 Zivilisten dabei getötet wurden. 

    Das russische Verteidigungsministerium hat ein Video veröffentlicht, auf dem Drohnenaufnahmen des angegriffenen UN-Konvois in der syrischen Stadt Aleppo zu sehen sind.

    Laut dem Sprecher des Verteidigungsamtes, Igor Konaschenkow, ist auf dem Video zu sehen, dass der UN-Konvoi von einem Geländewagen der Terroristen mit einem Granatenwerfer begleitet wird. Dem Sprecher zufolge haben weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte Schläge auf den UN-Hilfskonvoi im Südwesten der syrischen Provinz Aleppo geflogen.

     

    Tags:
    Konvoi, UN, Sergej Lawrow, Syrien, USA, Russland
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