20:11 27 März 2017
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    Russlands Außenminister Sergej Lawrow

    Angriff auf UN-Konvoi in Syrien: Moskau besteht auf Vorweisen der Geschosse - Lawrow

    © Sputnik/ Konstantin Chalabov
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    Die Geschosse, die beim Angriff auf einen UN-Konvoi in Syrien eingesetzt wurden, sollen vorgewiesen werden, um eine unvoreingenommene Ermittlung zu sichern, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow am Samstag mitteilte.

    „Eine Ermittlung ist derzeit erforderlich. Der erste notwendige Schritt ist, die Geschosse vorzuweisen, die diesen Konvoi getroffen haben“, sagte Lawrow gegenüber den russischen Medien.

    Zunächst habe es Angaben gegeben, dass es sich bei dem Angriff um einen Artilleriebeschuss gehandelt habe. Später seien auch Hubschrauber erwähnt worden. „Die Geschosse lassen uns alles verstehen. (…) Das ist einfach und sollte die erste Phase der Ermittlung werden.“ Dabei räumte Lawrow ein, dass sich diejenigen, die die Ermittlungen zum Absturz der malaysischen Boeing über der Ukraine führen, damit nicht beschäftigen wollten und keine Geschosse vorgewiesen haben.

    Ein Hilfskonvoi der Uno und der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft war in der Nacht zum Dienstag nordwestlich von Aleppo beschossen worden. Die Autokolonne war mit Hilfsgütern für 78.000 Menschen beladen. Nach Angaben des Internationalen Roten Kreuzes (IKRK) wurden 18 der 31 Lastwagen vernichtet. IKRK bestätigte, dass ein Mitarbeiter der syrischen Rothalbmond-Gesellschaft und mindestens 20 Zivilisten dabei getötet wurden. 

    Das russische Verteidigungsministerium hat ein Video veröffentlicht, auf dem Drohnenaufnahmen des angegriffenen UN-Konvois in der syrischen Stadt Aleppo zu sehen sind.

    Laut dem Sprecher des Verteidigungsamtes, Igor Konaschenkow, ist auf dem Video zu sehen, dass der UN-Konvoi von einem Geländewagen der Terroristen mit einem Granatenwerfer begleitet wird. Dem Sprecher zufolge haben weder die russischen noch die syrischen Luftstreitkräfte Schläge auf den UN-Hilfskonvoi im Südwesten der syrischen Provinz Aleppo geflogen.

     

    Tags:
    Konvoi, UN, Sergej Lawrow, Syrien, USA, Russland
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    Alle Kommentare

    • avatar
      antares56
      Jetzt werden die USA und ihre befreundeten Terroristen in und um Allepo alle russische Munition, die sie in den letzten Jahren gesammelt haben, als "Tatmunition" vorweisen! Wogegen wohl alles was auf die USA und ihre Terrorfreunde hindeutet, wohl verschwinden wird. Man hat ja die Freunde von den "White Helmets" vor Ort, die werden einen ihrer üblichen gefakten Propagandafilme bringen.
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      Joesi
      Zu den verheimlichten Untersuchungen wie MH17 , Krankenhäuser, Giftgasanschläge, Phosphoreinsatz, Faßbomben, kämen dann noch weitere Beweise der Aggression und Gewalt durch die USA auf den Tisch!
    • zivilist
      ist der wirklich so naiv ?

      Geschosse sind so leicht voruweisen, sogar original aus Syrien, da liegen genug rum !

      sogar bei mh- 17 hat man auch das Passende gefunden .


      Wichtig ist, zuerst am Tatort zu sein und das ist den white helmets bereits gelungen, wie sie mit ihrem eigenen Video beweisen, waren sie schon während der Tat da, schneller als Bild !

      www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=6R34eO_EaFQ
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      Freddy
      Wollen se ned... Aber sie hätten sicher noch was aus Afghanistan, das passt.
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      Thomas
      Die brauchen den Vorfall, um vor der UNO eine Flugverbotszone zur Beschließung vorzulegen, welche die NATO und nicht Syrien mit Russland durchziehen soll.

      Der UNO beschlossene Aggressionsakt "Flugverbotszone" hatte den ja den Krieg zum Staatsstreich in Libyen möglich gemacht.
      So tickt Obama und Trump.
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      At_Tiffany
      Wenn die Beschossenen schon selber jeder was anderes Lügen, die einen Reden von Fassbomben, die anderen von einem Fliegerangriff und noch mal andere was von Artilleriebeschuss, dann weiss man doch, was gespielt wird.

      Die Bilder sehen eher nach einem Überfall aus, bei dem man diverse Leite ermordet hat und dann mit Flammenwerfern die Wagen in Brand gesetzt, nach Explosionen sieht das ganze nun gar nicht aus. Wie können bei einem Laster die Reifen abbrennen, aber die Ladung praktisch unversehrt bleiben, wenn von oben eine Bombe drauf gefallen ist? Das Ganze ist doch Unsinn.

      Vielleicht wollten auch rivalisierende Terroristengruppen sich der Ladung bemächtigen, die Fahrer umbringen, und einen Angriff vortäuschen, aber gleichzeitig, dass möglichst viel von der Lasung heil bleibt.

      Aussenmnister Lawrow wird die Sache schon schaukeln.
    • Georgi KonstantinowitschAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Hallo zivilist, ich wünsche Ihnen einen schönen Samstag.
      Nein, Sergej Lawrow ist nicht so naiv und alle seine Äußerungen werden mit dem Präsidenten der Russischen Förderation, für den S. Lawrow die RF nach außen vertritt, abgesprochen sein. Die RF hat den Ball schön ins andere Spielfeld geschlagen und guckt, was daraus wird. Es gilt nicht nur den Schießkrieg nicht zu verlieren und dieses entsetzliche Gemetzel in Syrien zu beenden, sondern das Gleche gilt auch für den Medienkrieg!!
      Ich wünsche uns allen eine faire Diskussion.
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      bluchmann
      Ich kann nicht verstehen warum die russische Führung die Sclhlagworte der USA (UN-Konvoi wurde angegriffen) übernimmt, wenn es sich doch eindeutig um ein humanitäre Aktion des Syrischen Halbmodes war, der zerstört wurde. Die angeblich faischen Koordinaten (siehe Luftangriff auf syrische Armee vor ein paar Tage) hatten doch wohl immer die USA und ihrer Handlanger überall auf der Welt!
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      baijardo
      Wenn die Gegenstände vorgezeigt werden, setzt die Russische Methode des Abstreiten ein. Und so geht es immer rundum. Einfacher ist es doch für jede Lüge der Russen sofort 10% weniger Öl und Gas kaufen. Dann wird in kurzer Zeit Ruhe herrschen.
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      Stresstest "Großraum Krefeld"
      ... es sieht danach aus, als müssten sich die Amis auch für den Angriff auf den besagten Hilfskonvoi schnellstens entschuldigen. Es gibt ein Video, welches den Moment des Angriffs zeigt und die Explosion ähnelt der einer Hellfire-Rakete, mit denen die US-Predator-Kampfdrohnen bestückt sind:

      "Die Medien veröffentlichten Videoaufnahmen, auf denen man angeblich den Angriff auf den UN-Hilfskonvoi in Syrien sieht. Experten sehen darin jedoch einen Angriff mittels einer Hellfire-Rakete. Dies deckt sich mit dem Flug einer Predator-Drohne von Incirlik aus in die Region. [...]

      Man sieht dort etwas, das einer Wolke aus Funken gleicht, welche der Initialzündung nachfolgt. Experten zufolge soll dies die Signatur der "Metal-Augmented Charge (MAC) Hellfire AGM-114N" sein. Jener Rakete, die normalerweise von Predator-Drohnen abgeschossen wird. Die glühende Wolke ist demnach das Produkt von feinen Aluminiumpartikeln die durch die Explosion verdampfen."

      www.contra-magazin.com/2016/09/syrien-traf-eine-hellfire-rakte-den-un-hilfskonvoi
    • konstantinAntwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, die Täter sind meistens zuerst am Tatort.
    • Mikky
      hm,schon irgendwie bezeichnend,dass man unsere westliche Wertegemeinschaft auf einfachste Dinge hinweisen muss.
      Aber irgendwie aus russischer Sicht verständlich.
      Unsere westliche Wertegemeinschaft verkündet erst den Schuldigen und dann wird eventuell mal nachgeschaut,was wirklich vorgefallen ist.Selbstverständlich wird versucht zu vermeiden ein realistisches Ergebnis der Untersuchung zu erzielen.....
    • Wandale
      Die USA hat auch russische Waffen 😆
    • Piero DoldiAntwort anThomas(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Thomas, eine sehr einleuchtende Begründung für diesen Vorfall. Die USA versuchen wohl mit allen Mitteln den Russen die Bewegungsfreiheit in Syrien zu nehmen.
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      kzoran11
      Napadač je možda taj sa đipom odvuko oružije blizu konvoja i napao gs
    • Ritterkreuzträger
      Geschosse hätten schon längst gefunden werden müssen. Vielleicht wurden die LKW's im Vorfeld schon mit Sprengladungen bestückt, um sie dann bequem per Fernzündung in die Luft zu jagen. Falls Nano-Thermit wieder im Spiel ist, dann ist der Absender schon gefunden!
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      baijardo
      Wer hat nach Lawrows Meinung den Hilfskonvoi angegriffen?
    • Antwort anzivilist(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      zivilist, die Frage ist nicht allein, ob man "Geschosse vorweisen" kann, sondern ob diese dann einer Verifikation stand halten. Die "vorgewiesenen Geschosse" bei MH17 haben das bekanntlich nicht, wodurch die Behauptungen des Westens auch im Mark erschüttert wurden. Lavrov ist nicht naiv, sondern ein äusserst geschickter Taktiker, der die USA regelmäßig in die Ecke drängt, aus der sie nur schwerlich wieder herauskommen.
    • Antwort anAt_Tiffany(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      At_Tiffany, gut beobachtet! Ich sehe das ebenso. Die Bilder der False Flag sind ein starkes Indiz, weitere versucht Lavrow gerade heraus zu kitzeln mit seiner Forderung nach Vorzeigen der Geschosse. Wenn überhaupt irgendwas gezeigt werden wird von den White Helmets, dann ist das ein Beweis zu o.a. Indizien! Ein - wie immer - geschickter Schachzug der RF!
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