09:34 15 Dezember 2019
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    EU-Verbleib-Kampagne in Großbritannien

    „U-Boot May“: Sie ließ Camerons Verbleib-Kampagne scheitern - Medien

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    Theresa May hat als Innenministerin einige Pläne des damaligen Premierministers David Cameron „abgetötet“, die Großbritannien hochwahrscheinlich in der EU hätten halten können, schreibt die Zeitung „The Telegraph“ unter Berufung auf das neuste Buch zum Brexit-Referendum „All Out War“.

    May hat sich demnach geweigert, Camerons Kampagne für den EU-Verbleib zu unterstützen, und ihm sogar von strengeren Migrationskontrollen abgeraten. Der Premier hatte die Ministerin gebeten, sich vor dem Referendum endlich für eine Partei zu entscheiden. Die Verbündeten des damaligen Premiers hatten sie sogar als „Agentin des Feindes“ bezeichnet.

    Obwohl May im Endeffekt Camerons Verbleib-Kampagne unterstützte, hatte sie in den sechs Monaten vor dem Referendum fast gar nichts dafür getan. Dafür hat die Politikerin einen anderen Spitznamen in der Downing Street bekommen – „U-Boot May“, da sie immer unterzutauchen pflegte, wenn der Ministerpräsident ihre Hilfe brauchte, so „The Telegraph“.

    May hat sich darüber hinaus dagegen ausgesprochen, bei den Verhandlungen mit den EU-Staaten einen härteren Kurs einzuschlagen und die Notbremse in Form einer Einschränkung der Migrantenzahl, denen die Einreise nach Großbritannien erlaubt wird, zu ziehen.

    Das Buch „All Out War“ (zu Deutsch: „Totaler Krieg“) des Ex-Kommunikationsdirektor von David Cameron, Sir Craig Oliver, erscheint serienweise in der Zeitung „The Sunday Times“. Angesichts der Vorbereitungen auf die Brexit-Verhandlungen zwischen London und Brüssel bestreitet das Team der neuen Premierministerin Olivers Behauptungen.

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    Tags:
    EU-Ausstieg, Migrationskrise, Brexit-Referendum, Theresa May, David Cameron, Großbritannien