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    Alles nur Wahlkampf-Rhetorik: Poroschenko zu Trumps Krim-Äußerungen

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    Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko hat die Äußerungen von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump über die Krim kommentiert und diese als „Wahlkampfrhetorik“ bezeichnet.

    Zuvor sagte Trump mehrmals, im Fall seines Sieges bei den Präsidentschaftswahlen im November werde er die Frage der Anerkennung der Krim als russisches Territorium betrachten. Außerdem schließe der Kandidat die Aufhebung der westlichen Anti-Russland-Sanktionen nicht aus.

    „Das ist Teil der Wahlkampfrhetorik. Der zukünftige Präsident, egal wer das sein wird, wird ein sehr verantwortungsvoller Mensch sein“, sagte Poroschenko im Interview mit dem US-Sender CNN.

    Im Rahmen seiner Wahlkampagne sagte Trump unter anderem, dass die Krim-Bewohner mit Russland sein wollten und nicht mit der Ukraine. Außerdem halte der Präsidentschaftskandidat Putin für einen besseren Staatschef als Obama.

    Trump versprach seinen Wählern, „sehr gute Beziehungen“ mit Moskau zu entwickeln. Dabei betonte er, im Amt des Präsidenten für die Interessen der Amerikaner arbeiten zu wollen.

    Eigentlich widersprechen Trumps Versprechen über die Krim dem offiziellen Programm seiner Republikanischen Partei. Dort steht nämlich, dass die antirussischen Sanktionen nicht nur erhalten bleiben, aber womöglich auch verstärkt werden sollten. Die Republikaner halten die Halbinsel Krim für ukrainisches Territorium.

    Die Beziehungen zwischen Russland und einigen westlichen Ländern sowie den USA hatten sich 2014 angesichts der Ukraine-Krise verschlechtert. Nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland verhängten die USA und die EU-Mitgliedsstaaten Sanktionen gegen Russland, darunter im Bereich Wirtschaft und Finanzen. Als Antwort verbot Russland die Einfuhr von Lebensmitteln aus diesen Ländern. Von der Umsetzung des Minsker Abkommens hängt die Aufhebung der Sanktionen ab.

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    Tags:
    US-Präsidentschaftswahl 2016, Donald Trump, Petro Poroschenko, Krim, Ukraine, USA