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01:10 18 Oktober 2019
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    Weißer Felsen - ein Berg auf der russischen Schwarzmeerhalbinsel Krim

    Krim-Behörden danken der Ukraine für Lebensmittelblockade

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    Der erste Vizepremier der Republik Krim, Michail Scheremet, hat die von der Ukraine verhängte wirtschaftliche Blockade einen Ansporn zur deutlichen Entwicklung der eigenen Landwirtschaft der Schwarzmeerhalbinsel genannt. Darüber berichtet die Nachrichten-Webseite Lenta.ru.

    Vor einem Jahr hatten ukrainische Radikale, unter anderem Mitglieder der nationalistischen Miliz „Rechter Sektor" und des „Medschlis des krimtatarischen Volkes" auf Anregung von zwei Abgeordneten des ukrainischen Parlaments die Lieferung von Lebensmitteln auf die Krim blockiert. Amtlich war die Krim-Blockade Mitte Januar 2016 in Kraft getreten. 

    „Ich bedanke mich bei ihnen für diese Blockade, weil wir innerhalb  von engen Zeiträumen unser Geschäftsleben auf das russische Festland haben umorientieren können. Mehr noch, wir begannen damit, unsere eigene Landwirtschaft und unsere Produktion zu entwickeln, die dank der sogenannten Blockade vielfach gewachsen ist", sagte Scheremet.

    Die Organisatoren der Lebensmittelblockade haben nur eines erreicht: Sie haben die Landwirtschaft im benachbarten ukrainischen Gebiet Cherson vernichtet, das traditionell Obst und Gemüse auf die Märkte  der Krim geliefert habe.

    „Heutzutage werden bei uns herrliche Gärten angebaut, und wir bringen eine Rekordernte ein. Zwar mussten wir auf einige Landwirtschaftszweige verzichten, die viel Wasser verbraucht hatten, dafür bringen die anderen Landwirtschaftskulturen Rekorderträge", betonte er.  

    Am Vortag hatten Mitglieder des extremistisch-nationalistischen „Medschlis des krimtatarischen Volkes" und Angehörige der sogenannten ukrainischen Freiwilligen-Bataillone an der Grenze der Halbinsel zum ukrainischen Gebiet Cherson einen Marsch zum Jahrestag der Lebensmittelblockade der Krim veranstaltet und einen entsprechenden Grenzübergang  blockiert.

    Es falle ihm schwer, den jüngsten Marsch zum Jahrestag der Krim-Blockade zu kommentieren, sagte Scheremet. „Es tut mir einfach leid, dass diese Menschen degradieren. […] Sie freuen sich, veranstalten  befremdliche Feste.  Ich glaube, nur eine Nervenklinik kann ihnen helfen. Sie machen eine Gemeinheit zu einem Fest — das ist ein Verfall, die letzte Stufe davon", sagte er.

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    Blockade, Lebensmittel, Landwirtschaft, Rechter Sektor, Michail Scheremet, Cherson, Krim, Russland, Ukraine