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06:31 18 Juli 2019
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    Eine Löwin und ein Löwe in einem Zoo (Symbolfoto)

    Lesben in freier Wildbahn: Löwen-Weibchen bekommen Mähnen

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    Ganze fünf Löwen-Weibchen aus dem Moremi-Wildreservat in Botswana zeigen ein Verhalten, das eher für ihre männlichen Artgenossen typisch ist. Zoologen führen dies auf Hormonstörungen zurück, schreibt das Fachjournal „African Journal of Ecology“.

    Eine Forschergruppe von der University of Sussex hat festgestellt, dass die weiblichen Tiere lauter brüllen als üblich und versuchen, Löwen-Männchen zu besteigen. Außerdem sollen den fünf Weibchen Mähnen wachsen, die allein bei männlichen Tieren vorkommen. Eines der Löwen-Weibchen habe zudem zwei Löwenwelpen erlegt – ein ebenfalls typisch männliches Verhalten.

    Die Zoologen untersuchen die Löwen-Weibchen seit 2014. Eines von ihnen, die SaF05 sei von den Forschern genauer analysiert worden. „Als eine Konkurrentin aus einem nachbarschaftlichen Rudel dem Weibchen ein Zebra stahl, nahm diese ihr das Zebra wieder weg und tötete zwei ihrer Jungen“, heißt es im Bericht der Forschergruppe. Die SaF05 bevorzuge außerdem bei ihrem Paarungsverhalten Männchen wie Weibchen.

    Die Wissenschaftler erklären dieses Verhalten mit einem erhöhten Testosteron-Spiegel im Blut der Löwin. Möglicherweise sei es bereits im Uterus der Mutter zu dieser Hormonstörung gekommen. Die SaF05 habe innerhalb von acht Jahren keine Nachkommen gebären können, schreibt das Fachjournal.

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    Tags:
    Löwen, Tiere, Republik Botswana