20:16 27 März 2017
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    US-Kampfjet F-35 (Symbolbild)

    Am selben Tag: Japan erhält erstes F-35 gleiches Flugzeug brennt in USA

    © Flickr/ r. nial bradshaw
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    Am Freitag hat Japan sein erstes amerikanisches F-35-Flugzeug erhalten. Interessant ist, dass am selben Tag genau so ein Jet in seinem Heimatland Feuer fing. Sollte Tokyo nun ähnliche Probleme erwarten?

     

    „Das F-35A hat ein bemerkenswert modernes System. Dieser hoch anspruchsvolle Kampfjet der fünften Generation wird großartig zu den Luftoperationen beitragen“, sagte ein General der Luftselbstverteidigungsstreitkräfte Japans laut einem Pressebericht des Flugzeugentwicklers Lockheed Martin.

    Am gleichen Tag aber, als das F-35 sein japanisches Debüt machte, fing solch ein Flugzeug bei der US Air Force Feuer. Dies geschah am Luftstützpunkt Mountain Home im Bundesstaat Idaho. Zwar wurde niemand bei dem Vorfall verletzt, aber eine Ermittlung wurde gestartet, um die Brandursache festzustellen. Zurzeit wird vermutet, dass das Problem am Triebwerk liege.

    Zuvor kritisierte F-16-Entwickler Pierre Sprey im Sputnik-Interview die hohen Kosten des F-35 sowie seine Tarnkappentechnologie.

    „Die Tarnkappentechnologie war ein Werbetrick, als sie Anfang der 80er als ein Milliardendollarprogramm entwickelt worden war“, so der Experte.

    „Die Tarnkappentechnologie selbst reicht bis in die Zeiten des Zweiten Weltkrieges zurück. Doch war dies eine relativ preiswerte und niveaulose Technologie bis (der ehemalige US-Verteidigungsminister – Anm. d. Red.) Bill Perry daran einen Trick für den Verkauf der ganz neuen Generation von Raketen, sehr teuren Bombern und Kampfjets erkannte“, sagte Sprey.

    Die Tarnkappentechnologie basiert auf dem Prinzip des Unterdrückens der vom georteten Objekt gesendeten oder reflektierten Wellen, wodurch die Ortung eines Flugzeuges erschwert und es praktisch „unsichtbar“ wird. Doch während diese Technik gegen Hochfrequenzradare funktioniere, sei sie gegen niederfrequente Geräte absolut ineffektiv.

    „Jedes Radar von den Zeiten der Luftschlacht um England wäre heute in der Lage, jedes mit einer Tarnklappentechnologie ausgestattete Flugzeug klar und deutlich zu orten“, sagte Sprey.

    „Das ist die Ironie. Die Tarnklappentechnologie sollte alles, was es davor gab, obsolet machen, doch orten die WWII-Radare sie ganz einfach“, fügte der Experte hinzu.

    Ihm zufolge ist die Effektivität von F-35-Jets vielleicht nicht so wichtig. Das wahre Ziel des Programms sei es, Regierungsgelder an Lockheed Martin fließen zu lassen.

     

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    Tags:
    Kampfflugzeug, Brand, F-35A, Lockheed Martin, Japan, USA
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    Alle Kommentare

    • avatar
      Joesi
      .....gut, daß es noch Verbündete gibt, die man bescheißen kann!
      ....an alle anderen gilt deshalb:
      Vorsicht USA !! Betrugsgefahr!
    • konstantin
      Jetzt verkaufen die USA ihren Schrott.
    • sanpodonAntwort ankonstantin(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      konstantin, besser Schrott kaufen, als Erdbeben empfangen müssen.
    • HSV Fan
      „Jedes Radar von den Zeiten der Luftschlacht um England wäre heute in der Lage, jedes mit einer Tarnklappentechnologie ausgestattete Flugzeug klar und deutlich zu orten“, sagte Sprey.


      Und in dem Mittelalter könnten Ritter diesen "Vogel" auch mit Steinschleuder vom Himmel holen.
      Ironie aus.
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      Chris
      "HA HA" Zitat Nelson... :D
      Japan ist das Land mit Abstand höchsten Staatsschulden, da sieht man wie es geht...
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      otto-remagen
      Sieht so aus als hätte der General noch Kamikaze Erfahrungen aus dem ". WK . Dafür ist die F-35 bestimmt bestens geeignet . Sie scheint ja recht gute Absturz Flugeigenschaften zu haben .
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      Udo
      Die F35 ist ja hochtechnisiert. Dabei frage ich mich, ob ein Pilot im Ernstfall mit der Fülle der Dateninformationen zurecht kommt.
      Als nachteilig sehe ich die Verwendung nur eines Triebwerkes. Wenn das ausfällt, war es das.
      Interessanterweise wurden laut Wikipedia auch Technologien des Russischen Flugzeugbauers Jakowlew verwendet.
      Im Kurvenkampf ist die F35 nicht so das beste. Schlechter als eine F16 .
      Trotzdem würde ich Ihre Kampfkraft und Ihre möglichkeiten nicht unterschätzen, überschätzen sollte man sie aber auch nicht.
    • zivilistAntwort anUdo(Kommentar anzeigenKommentar ausblenden)
      Udo,

      es hat lange gedauert, bis die Militärs einsahen, daß 2 Triebwerke nicht zuverlässiger sind als eines

      Beim Senkrechtstart (bzw Landung) besteht das zusätzliche Problem, daß dem Piloten die Rotation bei Ausfall eines Triebwerkes nicht bekommt.
    • zivilist
      die armen Japaner müsen sich ja auch mit dem dreamliner rumschlagen
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