05:30 20 Juni 2019
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    Wrackteile der in der Ukraine abgestürzten Passagiermaschine MH17

    JIT nennt keine Namen der Schuldigen an MH17-Absturz – Auswärtiges Amt

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    Experten der internationalen Gruppe JIT (Joint Investigation Team), die den Absturz der malaysischen Boeing MH17 über der Ostukraine 2014 untersuchen, können aktuell keine konkreten Namen der Schuldigen nennen, wie der Sprecher des deutschen Außenministeriums, Martin Schäfer, am Mittwoch sagte.

    „Soviel ich weiß, ist die JIT derzeit nicht imstande, konkrete Namen zu nennen und somit ein entsprechendes Strafverfahren einzuleiten“, erklärte Schäfer.

    Zuvor hatte der niederländische Staatsanwalt Fred Westerbeke bei einer Pressekonferenz in Nieuwegein (Niederlande) gesagt, die Ermittlung habe 100 Personen festgestellt, die in die Tragödie verwickelt werden können.

    „Wir machen keine Behauptungen zu der Schuld Russlands als Staat oder konkreter Menschen“, erklärte Westerbeke.

    Am Montag sagte der General der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte, Andrej Koban, in einer Pressekonferenz, die Ukraine habe aufschlussreiche Informationen über den Absturz der malaysischen Boeing, halte diese jedoch zurück. Daraus könne man schließen, dass der Abschuss der Passagiermaschine von ukrainischem Territorium gesteuert wurde.

    Die Boeing 777 der Malaysia Airlines mit 298 Fluggästen, darunter 85 Kindern, und 15 Besatzungsmitgliedern an Bord war am 17. Juli 2014 von Amsterdam nach Kuala Lumpur unterwegs gewesen. Um etwa 15:20 Uhr MESZ verschwand die Maschine von den Radaren, als sie über der Ukraine flog. Nach Angaben russischer Fluglotsen befand sich die Boeing in diesem Augenblick etwa zehn Flugminuten von der russischen Grenze entfernt. Den Absturz überlebte niemand. Noch vor Beginn der Ermittlungen hatten viele Kiewer und westliche Politiker die ostukrainischen Volksmilizen für den mutmaßlichen Abschuss verantwortlich gemacht und Russland eine Verwicklung vorgeworfen.

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