20:46 05 April 2020
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    Mehr als 6.000 Flüchtlinge sind am Montag im Mittelmeer aus Seenot gerettet worden, wie AFP unter Berufung auf die italienische Küstenwache meldet.

    Zunächst war von 5.600 geretteten Menschen vor der libyschen Küste die Rede gewesen.

    Laut der italienischen Küstenwache hatten die Flüchtlinge – mehrheitlich Nigerianer, Bürger aus Eritrea und Bangladesch – versucht, mit 40 Booten nach Europa zu gelangen. Auf einem der Boote sollen sich bis zu 725 Menschen befunden haben. Insgesamt konnten so an nur einem Tag 6055 illegale Migranten gerettet werden.

    Den  Angaben der Küstenwache zufolge sind neun Menschen dabei ums Leben gekommen, eine schwangere Frau und ein Kind seien in ein Krankenhaus auf der Insel Lampedusa eingeliefert worden.

    Europa erlebt gegenwärtig die größte Migrationskrise seit Ende des Zweiten Weltkriegs, ausgelöst vor allem durch mehrere bewaffnete Konflikte und die Wirtschaftsprobleme in Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas. Laut Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex sind im Jahr 2015 mehr als 1,8 Millionen Migranten in der Europäischen Union eingetroffen.

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    Tags:
    Rettung, Migranten, Bangladesch, Eritrea, Libyen, Lampedusa, Italien