Widgets Magazine
00:26 23 Oktober 2019
SNA Radio
    Lebensrettender Pieks

    Tod per Datenfunk: Insulinpumpen werden zur Hacker-Waffe

    © Flickr/ Kathrin Reinsch
    Panorama
    Zum Kurzlink
    0 016
    Abonnieren

    Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson warnt vor möglichen Hacker-Angriffen auf die smarte Insulinpumpe „One Touch Ping Pump“, wie „BBC News“ berichtet.

    Der Diabetiker Jay Radcliffe, Cybersicherheitsexperte bei „Rapid7“, hat herausgefunden, dass die „One Touch Ping Pump“ aus einer Entfernung von 25 Metern gehackt werden könne, berichtet der Sender.

    Der Fachmann habe einen Angriffspunkt an der Schnittstelle zwischen der Pumpe und der Fernbedingung ausfindig gemacht. Darüber könnten Hacker dem Gerätenutzer uneingeschränkte Insulinmengen verabreichen, was zum Tod des Diabetikers führen könne.

    Der US-Pharmakonzern bezeichnet seine Geräte als sicher und zuverlässig und wertet die Wahrscheinlichkeit eines Hackerangriffs auf die Insulinpumpen zwar als gering, rät den Patienten aber, eine Einschränkung der höchstmöglichen Insulindosis am Gerät vorzunehmen oder auf die Nutzung der ferngesteuerten Pumpe ganz zu verzichten.

    Einen Grund zur Sorge gibt es laut Johnson & Johnson aber nicht: Bislang seien keine Hacker-Angriffe auf die Geräte bekannt. „Dafür brauchen die Hacker technisches Know-how, modernste Ausrüstung und die unmittelbare Nähe zum Gerät“, erläutert der Pharmakonzern.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren

    Zum Thema:

    Hacker-Großangriff auf Web-Speicher: Über 65 Millionen Dropbox-Codes gestohlen
    US-Gericht verurteilt rumänischen Hacker Guccifer zu vier Jahren Haft
    Nach Bekanntgabe von Hackerzugriff auf „Cyberwaffen“: NSA-Seite liegt 24 Stunden lahm
    Hacker versteigern Cyberwaffen von US-Geheimdiensten
    Tags:
    Hacker, One Touch Ping Pump, Jay Radcliffe