04:28 15 Dezember 2019
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    Ewiges Talent? Deutsche Medien bleiben die perfekten Russland-Basher

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    Permanenter Sieger und einfach mal der Superstar – das ist Deutschland, wenn es darum geht, in den Medien mal ordentlich auf Russland einzuschlagen. Sputnik hat wieder einmal die westliche Berichterstattung unter die Lupe genommen und musste leider feststellen, dass sich seit dem letzten Mal nichts geändert hat.

    Diesmal wurden Berichte vom 26. September bis zum 2. Oktober analysiert. Dabei bleibt Deutschland stabil auf Platz eins, gefolgt von Frankreich und Großbritannien. Sogar die USA liegen nur am vierten Platz.

     

    Berichterstattung über Russland nach Ländern (vom 26. September bis zum 2. Oktober )
    © Sputnik /
    Berichterstattung über Russland nach Ländern (vom 26. September bis zum 2. Oktober )

     

    Unter den deutschen Medien gibt es einige Promis, die nicht zum ersten Mal auf die Siegertreppe kommen, beispielsweise die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Aus insgesamt 27 Artikeln waren ganze 23 negativ oder mäßig negativ – das will man Professionalität nennen?

    Unter anderem prahlt die FAZ mit Titeln wie „Komplizen des Terrors; Vor einem Jahr griff Russland in den Syrien-Krieg ein“ oder „Demaskierter Putin“.

    In einem Artikel vom 30. September behauptet die Zeitung faktenlos: „Russisch gilt nach Arabisch als zweite Sprache des IS“ – interessante Hypothese. Moskau sei dabei auch noch „Zentrum der Radikalisierung“. Theorien als Fakten darzustellen ist aber sowieso längst normal für die deutschen Medien.

    „Fass- und Brandbomben, Streumunition und bunkerbrechende Bomben — der kalte Vernichtungswille des syrischen Gewaltherrschers Assad kennt keine Skrupel und keine Grenzen. Es sind Kriegsverbrechen, die an der Zivilbevölkerung in den von den Rebellen gehaltenen Vierteln Aleppos begangen werden“, so beschreibt die FAZ am 27. September die Anti-Terror-Operation der syrischen Regierungsarmee.

    Kein Wunder eigentlich, denn wenn es nach den westlichen Medien geht, so sind all diejenigen im syrischen Konflikt, die von Washington und Brüssel nicht unterstützt werden, auch die Kräfte des legitimen Präsidenten Syriens, nur Kriegsverbrecher. Russland ist da natürlich keine Ausnahme.

    „Permanentes Kriegsverbrechen“ hieß es zum gleichen Thema zum Beispiel bei der Süddeutschen Zeitung (SZ) – einem weiteren Spitzenreiter unter den Russland-Bashern – am 29. September. Aber bei Syrien allein bleibt es nicht. Auch Putin ist eine weitere beliebte Zielscheibe der deutschen Medien, auch der SZ.

    In einem Beitrag vom 28. September unter dem Titel „Die Angst der starken Männer“ spekuliert das Nachrichtenportal über die Art, wie der russische Präsident angeblich sein Land regiert. Außerdem berichtet die Zeitung mit gewisser Sicherheit über zukünftige Umstellungen in den russischen Geheimdiensten – als ob sich die SZ da wirklich auskennen würde.

    Das Handelsblatt – die Zeitung teilt sich den dritten Platz mit dem Spiegel – interessiert vor allem die syrische Frage im Zusammenhang mit Russland. Und so lautet meistens der Ton:

    „Aleppo hatte in den vergangenen Tagen die heftigsten Bombardierungen der syrischen und russischen Luftwaffe seit Beginn des Bürgerkriegs im Jahr 2011 erlebt. Die Armee startete zugleich eine Offensive. Kritiker werfen Syrien und Russland vor, absichtlich Krankenhäuser ins Visier zu nehmen. Beide Länder weisen den Vorwurf zurück und erklärten, sie kämpften in Syrien gegen Terroristen“, heißt es in einem Artikel vom 1. Oktober.

    Oft spricht die Seite von einem russischen „Bombenhagel“ in Syrien und setzt beinahe Terroristen mit Zivilisten gleich.

    Der Spiegel spricht seinerseits von einem „falschen Spiel“ Putins in Syrien. Dem Magazin zufolge bombardiert Russland seit einem Jahr das Land. Dabei inszeniere Präsident Putin einen Anti-Terror-Kampf. „Kritik aus dem Westen kontert der Kreml mit Gegenvorwürfen — eine Verwirrstrategie, die aus anderen Konflikten bekannt ist“, behauptet Der Spiegel.

     

    Berichterstattung über Russland nach Ländern (vom 26. September bis zum 2. Oktober )
    © Sputnik /
    Berichterstattung über Russland nach Ländern (vom 26. September bis zum 2. Oktober )

     

    Es ist ein altes Schema, das permanent benutzt wird. Zwar wird Moskau in den deutschen Medien nicht immer direkt angegriffen, doch der Ton schafft diesen Eindruck beim Leser. Präpariert mit raffinierten Wendungen zusammen mit einer ausgewogenen Wortwahl erstellen populäre Nachrichtenseiten wie beispielsweise die FAZ Stück für Stück das Bild des bösen Russlands.

     

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    Tags:
    Berichterstattung, Bashing, Medien, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Der Spiegel, Handelsblatt, Wladimir Putin, Syrien, Deutschland, Russland