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17:51 21 Oktober 2019
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    Donald Trump und Hillary Clinton

    Eine verrückte Nacht in St. Louis: Donald Trump und „Clintons“ Frauen

    © REUTERS / Saul Loeb/Pool
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    Der US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, hat vor der zweiten TV-Debatte am Sonntag eine Pressekonferenz mit denjenigen Frauen abgehalten, die Ex-Präsident Bill Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen, wie die Zeitung Daily Mail Online berichtet. „Die Handlungen sagen mehr als Worte“, sagte eines der Opfer.

    Eine der Frauen war demnach Juanita Broaddrick. Nach ihren Aussagen hat der 35-jährige Bill Clinton, der damals  Generalstaatsanwalt von Arkansas war, sie 1978 vergewaltigt. Der Ex-Präsident bestritt die Vorwürfe über seinen Anwalt.

    Donald Trump, Paula Jones, Kathy Shelton, Juanita Broaddrick und Kathleen Wiley bei einer Pressekonferenz in St Louis
    © REUTERS / Mike Segar
    Donald Trump, Paula Jones, Kathy Shelton, Juanita Broaddrick und Kathleen Wiley bei einer Pressekonferenz in St Louis

    „Donald Trump mag schlechte Worte verloren haben, aber Bill Clinton hat mich vergewaltigt und Hillary Clinton mir gedroht. Ich glaube, man kann das nicht vergleichen“, so Broaddrick bei der Pressekonferenz mit Trump.

    Anwesend waren auch Kathleen Willey und Paula Jones. Beide behaupten, Sex-Opfer von Bill Clinton zu sein. Willey war 1993 Geldbeschafferin an einer Spendeanstalt und arbeitete ehrenamtlich im Weißen Haus. Clinton soll sie bei einem Treffen im Oval Office begrapscht und gegen ihren Willen geküsst haben, wie die Frau selbst angibt.

    Paula Jones war in den 90ern Mitarbeiterin von Bill Clinton während seiner Amtszeit als Gouverneur von Arkansas. 1994 reichte sie Klage bei einem Gericht in Arkansas ein, bei der sie den damals schon US-Präsidenten der sexuellen Belästigung beschuldigte. Obwohl das Gericht die Klage nach vier Verhandlungsjahren ablehnte, zahlte Clinton eine Entschädigung in Höhe von 850.000 US-Dollar, um weiteren Rechtsstreit zu vermeiden.

    Die vierte Frau, die bei der Pressekonferenz den Republikaner-Kandidaten unterstützte, war Kathy Shelton. Im Alter von 12 Jahren war sie von einem Mann vergewaltigt worden, den Hillary Clinton als Anwältin vor Gericht verteidigte. Shelton wirft der Ex-Außenministerin und derzeitigen Präsidentschaftskandidatin vor, sie bei den Gerichtsverhandlungen „fast so schwer wie der Vergewaltiger traumatisiert zu haben“, denn Clinton habe damals dem Mädchen die Schuld für den Übergriff gegeben.

    ​Am Freitag hatte die Zeitung „The Washington Post“ ein Video aus dem Jahr 2005 veröffentlicht, auf dem sich Donald Trump in sexistischer und herabwürdigender Weise über Frauen äußert. Am Samstag entschuldigte sich Trump in einem auf seinem Twitter-Account geposteten Video dafür.

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    Tags:
    sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, US-Präsidentschaftswahl 2016, Bill Clinton, Hillary Clinton, Donald Trump, USA