09:11 12 Dezember 2019
SNA Radio
    Petro Poroschenko inspiziert seine Truppen bei Schitormir (Archivbild)

    Geschützt von 20 Soldaten: So diente Poroschenkos Sohn im Donbass – Medien

    © Sputnik / Nikolaj Lasarenko
    Panorama
    Zum Kurzlink
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)
    82105
    Abonnieren

    Der Sohn des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko, Alexej, hat seinen Militärdienst im Donbass nur zwei Monate lang geleistet – dafür unter speziellem Schutz von 20 Soldaten der Spezialeinheiten, wie das ukrainische Portal Vesti berichtet.

    Poroschenkos Sohn soll Waffen geführt haben, seine Batterie soll in unmittelbarer Nähe der Kommandostelle stationiert gewesen sein. Alexej Poroschenko, der aus Sicherheitsgründen unter falschem Namen in den Donbass geschickt worden sei, soll getrennt von anderen Soldaten unter Schutz von 20 Soldaten der Spezialeinheit gewohnt haben.

    „Der Sohn des Präsidenten hielt sich zwei Monate lang in der Zone der Anti-Terror-Operation (die Zone des Militäreinsatzes in der Ost-Ukraine – Anm. d. Red.) auf. Ich kann mich erinnern, dass er laut seinem Wehrpass (…) einen anderen Nachnamen hatte. Im 40. Bataillon war er ein Führer der Waffe und leistete seinen Militärdienst in einer Batterie, die sich lediglich 200 Meter von der Kommandostelle in Kramatorsk befand“, so eine Quelle des Portals. „Er wohnte getrennt von anderen Soldaten in einer Kommandostelle, wo sich auch der damalige Verteidigungsminister Walerij Heletej aufhielt. Die beiden wurden von 20 Spezialeinheitssoldaten geschützt“, hieß es weiter.

    Er soll derweil nie direkt an Kampfhandlungen teilgenommen haben. „Er wurde eingezogen, dann kandidierte er im September für den Posten eines Abgeordneten. Als er zum Abgeordneten gewählt wurde, verließ er die Armee. Das war’s”, zitiert das Portal Vesti seine Quelle.

    Ein Student hatte Poroschenko bei einem speziellen Präsidenten-Treffen an einer ukrainischen Universität gefragt, wann dieser denn plane, seine eigenen Kinder in den Donbass zu schicken. Daraufhin sagte der Staatschef, sie seien bereits dort gewesen.

    Im Donbass dauert seit Frühjahr 2014 Krieg an. Der Auslöser war der nationalistisch geprägte Umsturz vom Februar 2014 in Kiew. Nach der Machtübernahme schickte die neue ukrainische Regierung Truppen gegen die Gebiete Donezk und Lugansk, weil diese den dubiosen Machtwechsel in Kiew nicht anerkannt und unabhängige „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Themen:
    Eingefrorener Donbass-Konflikt (2016) (142)

    Zum Thema:

    Poroschenko erwartet vom Westen letale Waffen: „Das ist absolut ungefährlich“
    Heimlich, still und leise: Kiew leitet massive Teilmobilmachung ein - Medien
    Ukraine stockt Truppen vor Krim auf
    Ukraine kurz vorm Kriegszustand – Lage im Donbass kehrt zu Stand 2014 zurück
    Tags:
    Armee, Abgeordnete, Soldaten, Spezialeinheiten, Schutz, Wehrdienst, Petro Poroschenko, Donbass