07:45 06 Dezember 2019
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    Al-Bakr hatte Berliner Flughafen im Visier - Verfassungsschutz

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    Nach neuesten Erkenntnissen des Verfassungsschutz ist ein Berliner Flughafen offenbar Anschlagsziel des syrischen Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr gewesen, wie dpa unter Berufung auf BfV-Päsident Hans-Georg Maaßen meldet.

    „Wir hatten Hinweise — nachrichtendienstliche Hinweise —, dass er zunächst einmal Züge in Deutschland angreifen wollte. Zuletzt konkretisierte sich dies mit Blick auf Flughäfen in Berlin“, so Maaßen am Montag der ARD.

    Laut dem Leiter LKA Sachsen, Jörg Michaelis, sprechen Vorgehensweise und Verhalten des Verdächtigen für einen „IS-Kontext“. Die sichergestellten 1,5 Kilogramm Sprengstoff sind wohl identisch mit dem, den zuvor IS-Terroristen in Frankreich und Belgien verwendeten.

    Am Samstag hatte die Polizei bei der Durchsuchung einer Wohnung in Chemnitz wegen eines angeblich geplanten Anschlags Spuren von Sprengstoff entdeckt. Auf der Suche nach dem mutmaßlichen Sprengstoffattentäter nahmen die Ordnungskräfte am Hauptbahnhof Chemnitz drei Personen fest, die mit dem tatverdächtigen Syrer in Kontakt gestanden haben sollen.

    Der Verdächtige Dschaber al-Bakr ist seit längerem vom Verfassungsschutz in Köln beobachtet worden und steht im Verdacht, einen Sprengstoff-Anschlag auf einen deutschen Flughafen geplant zu haben. Laut Sachsens Innenminister Markus Ulbig war al-Bakr am 19. Februar 2015 in München registriert, der von ihm im Juni 2015 gestellte Asylantrag ist auf drei Jahre bewilligt worden.

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    Tags:
    Flughafen, Anschlag, Terrormiliz Daesh, Hans-Georg Maaßen, Chemnitz, Berlin, Deutschland