03:28 29 Januar 2020
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    Twitter, Facebook und Instagram haben per Überwachungsprogramm Nutzerdaten an die US-Polizei weitergeleitet, damit diese Protestler in Baltimore und Ferguson verfolgen konnte, wie die Zeitung „The Washington Post“ unter Berufung auf einen Bericht des Amerikanischen Verbandes zum Schutz der Bürgerrechte ACLU schreibt.

    Die Netzwerke haben demnach unter anderem Informationen über Aufenthaltsorte und Fotos an das Unternehmen Geofeedia weitergeleitet, welches eigenen Angaben zufolge Posts in sozialen Netzwerken analysiert, um eine Echtzeitüberwachung zu ermöglichen. Geofeedia helfe dadurch etwa 500 Strafverfolgungsanstalten in den USA, Kriminalaktivitäten zu verfolgen und auf sie zu reagieren. Nach dem ACLU-Bericht hatten die drei Netzwerke dem Unternehmen den Zugang zu diesen Informationen zunächst untersagt.

    „Diese Plattformen sollten mehr für den Schutz der Meinungsfreiheit ihrer nicht-weißen User tun und nicht den Zugang zu ihren Aufsichtsinstrumenten der Polizei bereitstellen“, meinte Nicole Ozer vom ACLU und fügte hinzu: „Die Unternehmen müssen stabile öffentliche Grundbestimmungen und robuste Kontrollverfahren einführen, um sicherzustellen, dass ihre Plattformen nicht für diskriminierende Überwachung genutzt werden“.

    Twitter, Facebook und Instagram verdienen vorrangig durch Werbung, aber es ist auch bekannt, dass sie an Outsider Userdaten verkaufen, wie zu Beispiel Freundschaftslisten, Profil-Fotos und viele persönliche Informationen, die man in seinem Account angibt, so der WP-Bericht.

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    Tags:
    persönliche Daten, Polizei, Instagram, Twitter, Facebook, Ferguson, Baltimore, USA