10:33 24 November 2017
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    Bosbach zu Al-Bakrs Suizid in JVA Leipzig: „Kann doch wohl nicht wahr sein“

    © AFP 2017/ Sebastian Willnow / dpa
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    Mit Entsetzen hat CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach auf den Suizid des mutmaßlichen Terroristen in der JVA Leipzig reagiert. „Wie kann so etwas passieren, wenn man Grund zu der Annahme hat, dass der Inhaftierte Suizid gefährdet ist“, sagte er gegenüber Sputnik.

    Eine Schuldzuweisung möchte Bosbach nicht machen, sondern erst einmal die endgültige Aufklärung des Sachverhaltes abwarten: „In der Regel erklären die zuständigen Stellen dann, alles sei korrekt verlaufen, nur das Ergebnis sei tragisch.“

    Die größte Frage ist für den CDU-Innenexperten, warum der Mann nicht besser bewacht wurde: „Besonders unruhig macht mich der Fall mit der Lampe. Die hat der Inhaftierte offenbar mutmaßlich zerstört, um sich möglicherweise mit den Scherben zu verletzen“, erklärt er. Zudem sei eine Steckdose demoliert worden. Bosbach fragt, ob diese beiden Tatsachen nicht Anlass genug für eine Sitzwache gewesen wäre.

    Da die Kameraüberwachung wegen des sächsischen Justizvollzugsgesetzes in Leipzig nicht erlaubt gewesen wäre, hätte ein Justizvollzugsbeamter den Inhaftierten Al-Bakr permanent beobachten können. „Aber dafür hat man wohl auch keine Veranlassung gesehen“, sagt der  64-jährige.

    Das komplette Interview finden Sie hier: 

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    Tags:
    CDU, Jaber al-Bakr, Wolfgang Bosbach, Leipzig
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