13:05 27 Januar 2020
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    Situation in Syrien (2016) (851)
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    Am Donnerstag sind bei einem Bombenanschlag auf eine Schule in Aleppo sieben Kinder getötet worden. Insgesamt sind seit Anfang September mehr als 130 Kinder nach Feuerangriffen durch Terroristen in diesem syrischen Großstadt ums Leben gekommen. Medizinern zufolge sollen die Minderjährigen vor allem Splitter- und Schussverletzungen erlegen sein.

    Die Anzahl der getöteten Kinder sei "höchstwahrscheinlich höher als 130, weil es am Stadtrand von Aleppo Polikliniken und private Krankenhäuser gibt. Nach starken Feuerangriffen werden Verletzte und Tote oft auch dorthin gebracht, sodass wir diese nicht berücksichtigen können“, sagte ein Mitarbeiter des zentralen Krankenhauses von Al-Rai.    

    Am Donnerstagmorgen hatten die Terroristen eine Schule im Wohnviertel Slemania in Aleppo mit Granatwerfern beschossen. Dabei kamen mindestens sieben Kinder ums Leben. Weitere zehn wurden verletzt, mehrere von ihnen befinden sich noch immer in kritischem Zustand.

    Nach dem Beschuss einer Bushaltestelle in dem von den Regierungstruppen kontrollierten Teil Aleppos wurden nach diversen Angaben bis zu sieben Kinder getötet. Weitere acht erlitten diverse Verletzungen. Einige von ihnen seien erst nach Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien geboren.

    ​RT-Korrespondent Murad Gazdiev berichtet vor Ort: „Die Terroristen haben eine Bushaltestelle in Aleppo unter Beschuss genommen, wo sich sieben Kinder und ein Erwachsener aufgehalten hatten. Zwei Mädchen sind tot. Wir sind im Krankenhaus“. 

     „Es wird eine weitere Steigerung der Totenzahlen erwartet. Ein siebenjähriger Junge und ein achtjähriges Mädchen befinden sich in kritischem Zustand“, hieß es weiter. Laut den Ärzten haben sie nur wenige Chancen auf Rettung. „Die Verletzungen sind sehr schwer“, so die Mediziner.

    Die syrischen Regierungstruppen verengen den Ring um die Terroristen im Ostteil Aleppos weiter. Die Einheiten der Armee und des Volksheeres rücken vom Norden und Süden aus sowie im Zentrum der Stadt vor. Die Regierungsoffensive verläuft langsam, weil sich in den von den Kämpfern eroberten Wohnvierteln mehr als 200.000 Zivilisten befinden, die die Dschihadisten als Geiseln nutzen. Seit mehr als zwei Monaten sind in Aleppo humanitäre Fluchtkorridore eingerichtet für Zivilisten und Kämpfer, die ihre Waffen niederlegen wollen. Die Terroristen blockieren die Korridore und verbieten den Einwohnern unter Todesdrohung, den Ostteil von Aleppo zu verlassen. Die Kämpfer benutzen Zivilisten immer wieder als menschlichen Schild. 

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    Tags:
    Terroristen, Feuerangriffe, Kinder, RT, Murad Gazdiev, Syrien