05:01 25 November 2017
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    AfD zu Suizid in Leipzig: „Regierung des Freistaats Sachsen hat versagt“

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    Die Sparmaßnahmen der sächsischen Landesregierung sind nach Ansicht sächsischer AfD-Politiker indirekt Schuld am Suizid des Terrorverdächtigen Al-Bakr. Laut Dr. Thomas Hartung, Sprecher der AfD Sachsen, hätten die Einsparungen zu einem großen Stellenabbau in der Justiz und bei der Polizei geführt.

    Allein in der Justizvollzugsanstalt Leipzig sei das Personal laut Hartung um ein Drittel heruntergefahren worden. „Da braucht man sich nicht zu wundern, dass dann solche Dinge passieren“, erklärt Hartung gegenüber Sputnik. Für ihn werde jetzt völlig zu Unrecht auf Justiz und Polizei eingedroschen. „Für mich ist es eindeutig das Versagen der sächsischen Staatsregierung“, sagt der Journalist.

    Auf die Frage, was die AfD anders gemacht hätte, lautete die Antwort: „Auf alle Fälle hätten wir nicht diese Polizeireform 2020 umgesetzt.“  Dadurch sei die Personaldecke bei Justiz und Polizei am Limit „oder sogar darunter“. Die AfD erwäge nun den Einsatz eines Untersuchungsausschusses im Landtag, um den Tod des Al-Bakr aufzuklären.

    Sputnik hat Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow mit den Vorwürfen konfrontiert. Er sagte, er treffe nicht zu. Es ist völlig klar: Hätte es eine andere Einschätzung gegeben, dann wäre das erforderliche Personal auch für eine engmaschigere Überwachung dagewesen. Dieser Vorfall habe nichts mit Personal oder Anzahl von Personal zu tun. 

    Das komplette Interview finden Sie hier:

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    Tags:
    JVA, Partei Alternative für Deutschland (AfD), Thomas Hartung, Jaber al-Bakr, Deutschland, Leipzig