06:09 08 August 2020
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    Syriens Präsident Baschar al-Assad ist der Meinung, dass die meisten syrischen Kurden keine nationale Autonomie wollten. Dies teilte er im Interview mit der russischen Zeitung „Komsomolskaja Prawda“ mit. Dabei betonte Assad, Syrien führe einen anhaltenden Dialog und stehe in Kooperation mit den Kurden.

    „Wir können nicht nur mit einem Teil der Kurden sprechen und dabei alle örtlichen Kurden außer Acht lassen, genauso wenig wie die Armenier, Tschetschenen, Türken, Araber. Die meisten Kurden bitten nicht um Autonomie. Nur ein Teil von ihnen“, erläuterte der syrische Präsident.

    Laut Assad muss diese Frage in jedem Fall durch eine Verfassungsänderung und ein gesamtnationales Referendum gelöst werden, da sie außerhalb des Zuständigkeitsbereichs des Präsidenten liege.

    „Ich kann ihnen das nicht geben. Das politische System Syriens gehört mir nicht. Hier ist ein gesamtnationales Referendum notwendig, wo ‚ja‘ oder ‚nein‘ gesagt wird“, betonte der Staatschef.

    Dabei erwähnte Assad, dass der Dialog und die Kooperation zwischen Damaskus und den syrischen Kurden fortlaufen würden.

    „Ja, wir führen Geschäfte mit ihnen, wir führen Verhandlungen. Wir haben sie während des Kriegs gegen den IS unterstützt“, so der Präsident.

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    Tags:
    Autonomie, Kurden, Terrormiliz Daesh, Baschar al-Assad, Syrien