18:38 27 Juli 2017
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    Flüchtlinge - Symbolfoto

    Österreichs Verfassungsschutz-Chef: Terrorzellen über Flüchtlingsstrom eingeschleust

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    Migrationsproblem in Europa (1281)
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    Der Direktor des österreichischen Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung (BVT), Peter Gridling, sieht eine erhöhte Terrorbedrohung in Österreich. Mit dem Flüchtlingsstrom seien auch Terrorzellen ins Land gekommen, wie er am Freitag gegenüber dem Sender Ö3 sagte.

    „Die Flüchtlingsbewegungen des letzten Jahres haben Menschen nach Europa gebracht, die nicht nur geflohen sind, sondern sie sich hier als terroristische Zellen, als Schläferzellen, möglicherweise niedergelassen haben und bei Bedarf aktiviert werden können“, so Gridling.

    Die Zahl derjenigen, die von Österreich aus beispielsweise nach Syrien gereist seien, um dort an der Seite der Terroristen zu kämpfen, beläuft sich laut dem Verfassungsschutz-Chef auf wenigstens 288. Die Dunkelziffer könne man jedoch nur sehr schwer einschätzen. Eine besonders hohe Gefahr gehe von Dschihad-Rückkehrern aus, so Gridling, aber auch von denjenigen, die an einer Ausreise aus Österreich gehindert wurden.

    Die Ereignisse in Deutschland haben dem Verfassungsschützer zufolge gezeigt, dass man „sehr wachsam“ sein müsse.

    Man dürfe „die Augen nicht verschließen“ – auch Österreich sei nicht gegen grenzüberschreitende Gefahren immun. „Hotspots“ der Radikalisierungen in Österreich sind laut dem BVT-Direktor auch die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Oberösterreich. Aber auch im Westen, in Vorarlberg, müsse man aufmerksam sein, betonte Gridling und verwies dabei auf die Attentäter in den bayrischen Städten Würzburg und Ansbach.

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    Syrien, Deutschland, Österreich
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