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20:19 18 Oktober 2019
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    Luftangriff auf einen Trauerzug in Jemen. 8.Oktober

    „Aus Versehen“: Arabische Koalition gibt Schuld an Angriff auf Trauerzug im Jemen zu

    © REUTERS / Khaled Abdullah
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    Die Arabische Koalition unter der Leitung von Saudi-Arabien hat nach den Ermittlungen des Luftschlags gegen die Teilnehmer einer Trauerzeremonie in Sanaa mit 213 Todesopfern erklärt, dass der Angriff „durch einen Fehler“ erfolgte. Dies meldet der Sender Al-Arabiya.

    „Die Ermittlung ist zum Schluss gekommen, dass die Vertreter des jemenitischen Generalstabs Informationen über den Aufenthalt von bewaffneten Huthi-Kommandeuren an einem bestimmten Ort in der Stadt Sanaa an das Luftwaffenkommando übermittelt hatten, die sich später als falsch erwiesen“, hieß es in einer Erklärung der Koalition.

    Der Luftschlag sei unverzüglich durchgeführt worden, da es sich um ein „militärisches Ziel“ gehandelt habe. Der Beschluss sei von dem Staab im Jemen ohne die Genehmigung der zentralen Verwaltung der Koalition getroffen worden.

    „Der Schlag erfolgte durch einen Fehler (…). Man muss Maßnahmen gegen die ergreifen, deren Handlung zu dem Vorfall geführt haben, und Entschädigungen an die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten festlegen“, so die Arabische Koalition.

    Am 8. Oktober waren bei einem Luftangriff der arabischen Koalition auf einen Huthi-Trauerzug in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa 213 Menschen ums Leben gekommen.
    Die Hauptstadt Sanaa wird von der Aufständischen-Regierung der Huthi kontrolliert, deren Stellungen seit 2015 von Luftstreitkräften der unter Führung Saudi-Arabiens stehenden arabischen Koalition angegriffen werden.

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    Tags:
    Angriff, Jemen, Saudi-Arabien