18:42 26 Juli 2017
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    Großbritannien: Alle Konten des Senders RT aufgelöst - Chefredakteurin

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    Großbritannien hat sämtliche Konten des russischen TV-Senders und Nachrichtenportals RT im Land blockiert, wie die Chefredakteurin von RT und „Rossiya Segodnya“, Margarita Simonjan, via Twitter meldet. Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme aus dem russischnen Außenministerium.

    „Unsere Konten in Großbritannien sind aufgelöst worden. Alle Konten. 'Die Entscheidung wird nicht revidiert.’ Es lebe die Pressefreiheit!“, so Simonjan.

    Der Chefredakteurin zufolge hoffe „Russia Today“ trotzdem, seine Tätigkeit in Großbritannien fortsetzen zu können. „Unsere Anwälte suchen weiter nach möglichen Auswegen aus dieser Situation. Wir versuchen zu verstehen, was das Ganze bedeutet und ob wir überhaupt in Großbritannien arbeiten können. Oder gibt es Probleme nur mit einer konkreten Bank?“, wird Simonjan in russischen Medien zitiert.

    ​Laut der Pressesprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, zeugt dieser Vorstoß Londons davon, dass Großbritannien wohl auch aus der Pressefreiheit austreten wolle.

    „Es sieht so aus, als ob London auf seinem Weg aus der EU auch alle Verpflichtungen zur Pressefreiheit in Europa hinter sich gelassen hat. Wie man so schön sagt, ein neues Leben ohne lästige Angewohnheiten“, schrieb Sacharowa auf Facebook.

    Im August 2015 hatte bereits die Vertretung der spanischen Bank BBVA in Großbritannien Geldtransfers aus dem Werbungsgewinn an RT eingefroren. Die Maßnahme war damals mit den persönlichen Sanktionen der EU gegen den Generaldirektor von „Rossiya Segodnya“, Dmitri Kisseljow, erklärt worden. Simonjan erklärte daraufhin, dass Kisseljow mit RT gar nichts zu tun habe, dass fälschlicherweise der Name „Rossiya Segodnya“ als "Russia Today" ins Englische übersetzt wurde.

    So könne man die Konten eines jeden Unternehmens oder Mediums blockieren, die die Wörter „Russland“ oder „heute“ in ihren Namen haben, kommentierte die RT-Chefredakteurin damals.

    Im Juli 2015 hatte die britische Bank Barclays das Konto der britischen Vertretung von „Rossiya Segodnya“ aufgelöst. Kisseljow reichte daraufhin eine Klage gegen den Rat der Europäischen Union ein, in der er die Aufhebung der EU-Sanktionen gegen seine Person forderte. Die Sanktionen waren wegen der Situation in der Ukraine verhängt worden.

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    Tags:
    RT, Großbritannien, Russland
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