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02:47 20 August 2019
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    Wegen Öl-Förderung in Arktis: Umweltschützer verklagen Norwegen

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    Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat gemeinsam mit einer norwegischen Jugendbewegung gegen die Regierung Norwegens geklagt, heißt es in einer Greenpeace-Mitteilung. Die Kläger sind überzeugt, dass Oslo seine Klimaschutz-Verpflichtungen nicht erfüllt.

    „Das internationale Klimaschutzabkommen unterzeichnen und dann eine Hintertür für die Ölförderung in der Arktis offen lassen, ist eine gefährliche Heuchelei“, sagte Truls Gulowsen, der Chef der norwegischen Greenpeace-Niederlassung. „Norwegen geht das Risiko ein, die globalen Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel zu untergraben, wenn es Ölbohrungen in der Arktis zulässt“, so der Umweltaktivist.

    Die norwegische Regierung hatte im Mai dieses Jahres zehn neue Lizenzen für die Erschließung von Ölfeldern auf dem Festlandsockel vergeben. Bohrlizenzen erhielten unter anderem das norwegische Unternehmen Statoil, die russische Firma Lukoil und die DEA-Group, die mehrheitlich vom russischen Vermögensverwalter LetterOne kontrolliert wird.

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    Greenpeace protestierte bereits mehrmals gegen Öl- und Gasförderung in der Arktis-Region. Die Proteste führten unter anderem dazu, dass das dänische Unternehmen Lego seine Marketing-Kooperation mit dem britisch-niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell kündigte. 2015 hatten erst Shell und dann das norwegische Statoil bekanntgegeben, auf die Exploration von Lagerstätten am Rande des Nordpolarmeeres zu verzichten.

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    Tags:
    Klimawandel, Öl, Norwegen, Arktis