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    „Schatzgräber“: Nazi-Wetterstation aus Arktis unterwegs aufs Festland - VIDEO

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    Russische Forscher haben neue Überreste der Nazi-Wetterstation „Schatzgräber“ auf der Insel Alexandraland im Archipel Franz-Josef-Land gefunden, wie russische Medien berichteten.

    Die geheime Station auf Alexandraland war demnach offenbar ab September 1943 bis Juli 1944 betrieben worden. In der Zeit konnten die Meteorologen aus dem Dritten Reich rund 700 Wetterberichte zusammenstellen. Die Station war mit der damals neusten Technik ausgestattet. Nachschub erhielten sie per U-Boot oder Fallschirmabwurf.

    Die Wetterbeobachtungen und –messungen sollen darauf abgezielt haben, Schläge auf zentrale Gegenden der UdSSR aufzuführen oder Waffenlieferungen aus dem Westen an die Sowjetunion über die Barentssee zu unterbinden.

    Die Mission der „Schatzgräber“ musste dann jedoch wegen eines bizarren Vorfalls unterbrochen werden: Das Team hatte, wie die Forscher heute wissen, Bärenfleisch falsch zubereitet und war dadurch an einer parasitären Infektionskrankheit erkrankt. Es sei die Hektik gewesen, in der die Expeditionsteilnehmen von der Insel evakuiert worden waren, die es später ermöglichte, viele Objekte noch ausfindig zu machen. Allerdings hatte die Station damals absichtlich vernichtet werden sollen, wovon die Zerstörungsspuren zeugen.

    Zuletzt war im Sommer 2016 eine Expedition zu der „Schatzgräber“ unternommen worden, aktuell werden diese neusten Funde für einen Abtransport nach Archangelsk vorbereitet. Es sei vorgeschlagen worden, die Station als historisches Denkmal aufzubereiten und zu erhalten.

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    Tags:
    Wetterforschung, Nazis, Arktis, Deutschland, Russland