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    Russisches Beobachtungsflugzeug Antonow An-30B

    „Open Skies“ für Ankara wieder offen: Russland inspiziert türkischen Luftraum

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    Überwachungsflüge im Rahmen des OH-Vertrages (73)
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    Eine Gruppe von russischen Militärexperten soll im Rahmen des Vertrages über den Offenen Himmel (OH-Vertrag) einen Beobachtungsflug über dem türkischen Staatsgebiet absolvieren, wie Sergej Sabello, kommissarischer Chef des russischen Zentrums für Verminderung der Nuklear-Gefahr, am Montag mitteilte.

    „Der Kontrollflug mit einer Reichweite von 1.900 Kilometern findet im Zeitraum vom 24. bis 28. Oktober vom Flugplatz Eskisehir aus statt", so Sabello.

    Russische Inspektoren absolvieren den Kontrollflug demnach mit einem russischen Beobachtungsflugzeug vom Typ An-30B auf einer im Voraus vereinbarten Route. Die türkischen Experten an Bord werden die strikte Einhaltung der abgestimmten Flugparameter und die Anwendung der im Vertrag vorgesehenen Beobachtungsgeräte überwachen.

    Dieser Beobachtungsflug erfolgt anstatt der im Februar 2016 von Russland nicht genutzte Kontrollflug-Quote über türkischem Territorium.  

    Anfang Februar hatte die Türkei Russland einen Beobachtungsflug über ihrem Territorium verweigert und somit gegen den Open-Skies-Vertrag verstoßen. Die Beobachtungsflüge einer Gruppe russischer Militärexperten über dem türkischen Territorium waren vom 1. bis 5. Februar geplant gewesen. Nach Ankunft der Gruppe in der Türkei und Bekanntgabe der Flugroute teilten die türkischen Militärs mit, das Außenministerium in Ankara habe die Mission untersagt.

    Der Vertrag über den Offenen Himmel (OH-Vertrag oder Open Skies) war im Jahr 1992 in Helsinki von 27 Mitgliedstaaten der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) unterzeichnet worden. Ziel ist es, die gegenseitige Verständigung und das Vertrauen zu festigen. Russland ratifizierte den Vertrag am 26. Mai 2001.

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    Tags:
    Beobachtungsflug, Open Skies (Offener Himmel), AN-30B, Sergej Sabello, Türkei, Russland