23:15 10 Dezember 2019
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    Drogen in Afghanistan

    Afghanistan: Drogenvolumen schwillt rasant an - Minister sucht neue Bekämpfungs-Wege

    © AFP 2019 / Noorullah Shirzada
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    Die Drogenproduktion in Afghanistan ist seit Jahresbeginn bereits um zehn Prozent gewachsen. Bis Jahresende wird ein Anstieg um insgesamt 43 Prozent auf bis zu 4.800 Tonnen erwartet, wie das afghanische Ministerium für Drogenbekämpfung warnt. Vize-Anti-Drogen-Minister Baz Mohammad Ahmadi erläutert für Sputnik, wie dem entgegengewirkt werden soll.

    Der für den Anti-Drogen-Kampf zuständige afghanische Vize-Innenminister, Baz Mohammad Ahmadi, beschrieb im Interview mit Sputnik Dari die Situation: „Die in dem Bericht veröffentlichten Angaben zeigen, dass kaum Fortschritte im Anti-Drogen-Kampf in Afghanistan zu beobachten sind. Grund dafür sind sowohl neue Herausforderungen als auch alte Gefahren, die sich im vergangenen Jahr in Afghanistan zugespitzt haben“.

    Der rasante Anstieg in der Drogenherstellung könnte die Lage nicht nur in Afghanistan, sondern auch in der gesamten Region weiter verschärfen. 

    Dennoch, so Ahmadi, gebe es durchaus Hoffnung, dass Afghanistan im kommenden Jahr bessere Wege für einen effektiveren Kampf gegen Drogen und deren Herstellung, vor allem bei der Zucht drogenhaltiger Pflanzen, finden werde.             

    Gemeinsam will das Ministerium gemeinsam mit der Anti-Drogen-Polizei des Landes bereits erste kleine Erfolge erzielt haben: vor allem bei der Abriegelung von Drogenschmuggel-Routen, so der Vizeminister.

    Allein seit Jahresbeginn wurden Ahmadi zufolge 1.063 derartige Einsätze durchgeführt und 1.408 Tonnen Drogen beschlagnahmt.

    Besonders hob er die Einsätze zur Vernichtung großer Drogen-Produktionsstätten in den afghanischen Provinzen Badakhshan, Nangarhar und Farah hervor. 

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    Kampf, Drogen, Baz Mohammad Ahmadi, Iran, Afghanistan