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    Die Lage in der Türkei nach dem gescheiterten Putsch

    Dutzende türkische Diplomaten beantragen politisches Asyl in Deutschland – BMI

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    Putschversuch in der Türkei (231)
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    35 türkische Bürger mit Diplomatenpässen haben Asylanträge in Deutschland gestellt, wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Sprecher des Bundesinnenministeriums Johannes Dimroth am Montag meldete.

    Dazu gehören nicht nur türkische Diplomanten, sondern auch ihre Familienangehörigen. In der Meldung wurde nicht erwähnt, ob die Regierung der Türkei die deutschen Behörden um die Ausweisung der geflüchteten  Diplomaten gebeten hat. Ob die Diplomaten und deren Angehörigen sich zurzeit in Deutschland befinden, ist auch bislang unklar.

    Laut der Nachrichtenagentur AP können die Diplomaten eventueller Verbindungen mit der Bewegung des Predigers Fethulah Güllen verdächtigt werden, der in den USA ansässig ist und der Vorbereitung des versuchten Putsches von Mitte Juli beschuldigt wird. 

    Nach dem gescheiterten Putschversuch, bei dem  mehr als 230 Menschen  umgekommen und weitere 2100 verletzt worden waren, werden in der Türkei Massensäuberungen in den Staatsbehörden,  Gerichten, Geheimdiensten sowie in der Armee und im Bildungswesen vorgenommen.  32.000 Menschen sitzen in Untersuchungshaft. Zehntausende Beamte und Angestellte wurden von ihrer Arbeit suspendiert  oder entlassen.

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    Putschversuch, Asyl, Deutschland, Türkei